Côte-Rôtie: Domaine Jamet Côte Brune 1996

•August 25, 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

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Es gibt Weine, die haben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Weine die markant und authentisch sind, solche die in Erinnerung bleiben und andere, die ausgezeichnet sind. Aber nur ganz wenige Flaschen legen noch eins drauf und berühren einen emotional. Sie bleiben damit unvergesslich!

Ein solcher Wein kommt beispielsweise aus Ampuis von der gerade einmal acht Hektar großen Kultdomäne Jamet. Jamet gehört zu den Vorzeigeweingütern der Region und steht für  Côte-Rôtie in etwa so wie Clos Rougeard an der Loire für Cabernet Franc von Weltrang steht, Egon Müller für langlebigen Saarriesling oder Coche-Dury für den perfekten Meursault. Ihre Syrahs sind ausgesprochen langlebig, stets präzise und von einer kühlen und noblen Stilistik, wie man sie mittlerweile nur von wenigen Weingütern an der nördlichen Rhône kennt. Dabei vertritt das Weingut die ursprüngliche, sehr filigrane Stilistik der Region, die keineswegs hochkonzentriert daherkommt und durch fleischiges Tannin und Holzausbau protzt.

Eigentlich ist es falsch, mit dem Spitzenwein von Jamet zu beginnen, denn das Weingut zeichnet vor allem eine kompromisslose und hochgradig gute Kollektion aus. Bereits der einfache Syrah besitzt Markanz, die Côtes-du-Rhône zählen für mich zu den schönsten Syrahs im Preisbereich unter 20 € und mit dem Côte-Rôtie-Blend hat man einen lagerungsfähigen und vielschichtigen Syrah in der Hand, der mit zehn und mehr Jahren Reife, bei in der Regel nicht mehr als 12,5% Vol. brilliert.

Der Wein, den ich hier vorstellen möchte, stammt von der Côte Brune, deren Böden von Glimmerschiefer geprägt sind und etwas kräftigeren Syrah ergeben sollen. Er hat erst vor wenigen Jahren den Keller der Domäne verlassen, da Jamet in kleineren Mengen immer wieder gereifte Jahrgänge freigibt. Jamet ist neben dezentem Holzeinsatz bekannt dafür, in reifen Jahren mit den Rappen zu vergären, damit die Weine über ihre lange Lagerung an Frische bewahren und nicht so hoch im Alkohol ausfallen. Genau das merkt man dem Wein an.

Der mittlerweile 18-jährige Côte-Rôtie besitzt ein kräftiges Blutrot mit ziegelsteinrotem Rand. Das Depot fällt nur gering aus. Die Nase zeigt sich zuerst etwas verschlossen, doch mit wenigen Schwenkern im Glas blüht der Wein auf und bleibt dabei stets elegant. Oliven fallen zunächst auf, der Charakter ist eher reduktiv. Etwas später kommt Erdbeere hinzu, auch ein wenig Cola und eine angenehme Würze in Form von frisch gemahlenem weißem Pfeffer. Die Kühle des Jahrgangs spiegelt sich in Form feiner Eukalyptusnoten wider und einer minimalen Spur grüner Paprika. Ohne einem entgegenzuspringen, finden sich immer wieder neue Aromen im Bukett des Jamets.

Am Gaumen gleitet dann die pure Eleganz über den Gaumen. Der Syrah ist mittlerweile schlank geworden und protzt nicht mit kantigem Tannin. Dies ist längst abgeschmolzen. Viel mehr baut er hinten am Gaumen mächtig Druck auf, um dort dann lange mit seiner Vielschichtigkeit zu verweilen. Neben typischen dunklen Beeren, wieder etwas Olive und einer minimal animalischen Note, besitzt der Wein die Aromatik von Austernpilzen. Man mag voreilig schreien der Wein sei “burgundisch”. Doch nein, dies ist er keinesfalls. Er ist Côte-Rôtie durch und durch. Das ist Côte-Rôtie in Bestform und wer es gerne technisch mag: Ein Referenzwein.

 getrunken im Juni 2014, aus dem Spiegelau Authentis Bordeaux-Glas

Languedoc: Zu Gast bei der Domaine d’Aussières

•August 18, 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

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Wie fühlt es sich an, ein ehemaliges und brachliegendes Weingut wiederzubeleben und zu einem völlig anderen Anspruch zu verhelfen?

Im Languedoc konnte ich das im Rahmen meiner Einladung der Domaines Barons de Rothschild (Lafite) selbst erfahren. Nach dem Aufenthalt in Pauillac auf Château Lafite, ging es weiter ins Languedoc, nach Narbonne. Unweit von der Stadt entfernt, in der Appellation Corbières, befinden sich 175 Hektar neu angelegte Reben. Sie gehören zur Domaine d’Aussières.

1995 hat man die Domaine d’Aussières völlig verlassen vorgefunden. Seit den 50er Jahren ging es mit dem Weingut bergab, die Winzer zogen fort und der Weinbau wurde vernachlässigt. Im Jahr 1999 beschließen die Domaines Barons de Rothschild (Lafite) die Grundstücke zu übernehmen. Man erkennt großes Potenzial in den Rebflächen und dem Ort an sich. Große Investitionen starten. Mit der Neubepfplanzung stehen 11 Rebsorten im Portfolio. Vorwiegend Syrah, Grenache, Mourvèdre und Carignan aber auch Cabernet, Merlot und Chardonnay werden aufgenommen. Die ältesten Reben sind erst 15 Jahre alt, Flaschen vom Vorbesitzer fand man nicht vor. Es gibt also keine Referenz. Dafür erwarb man die Möglichkeit, eine völlig neue Domaine aus dem Nichts aufzubauen, an einem Ort der wie geschaffen scheint, um ein Spitzenweingut zu lancieren.

Das Projekt wird ernst genommen. Eric Kohler ist der technische Direktor für die Domaine. Ihm steht Aymeric Izard zur Verfügung, der für den Weinausbau maßgeblich verantwortlich zeichnet.

Eric erzählt von der Vision hier ein Weingut zu etablieren das fürs Languedoc stehen soll und jedem Weintrinker zuerst ins Gedächtnis gerufen wird, wenn der Begriff Languedoc fällt. Wenn Eric von der Domaine redet, merkt man sofort, dass es sein Baby ist. Er hat eine glasklare Vision und bei der Fahrt durch die Rebanlagen, erinnert er sich an die Bepflanzung jeder einzelnen Parzelle. Wir durchqueren das Massif de Fontfroide und an diesem Junimittag hört man überall zirpende Zikaden und Bienen summen. Es ist extrem warm und trocken und mit jedem Windstoß riecht man Rosmarin, der hier wächst. Mitte der 80er Jahre gab es hier einen großen Brand und auch heute noch ist es untersagt, an den wärmsten Tagen des Jahres das Massiv mit dem Auto zu durchqueren. Zu hoch ist die Gefahr einen Großbrand zu verursachen. Trotzdem zählt die Gegend fürs Languedoc zu den kühleren Regionen.

Es gibt erst rund zehn Jahrgänge an Erfahrung und der Aufbau gestaltet sich verständlicherweise auch trotz großer Investitionen schwierig. Nur ein weltweit agierender Konzern kann sich den Aufbau einer solchen Domaine in diesem Umfang leisten. Es bedarf eines langen Atems und klarem Konzepts. Natürlich wird auch darüber gesprochen, ob die Domaine d’Aussières als Spitzenweingut wie etwa Lafite positioniert werden soll. Darauf gibt es keine klare Antwort. Aktuell ist klar, dass die Qualitäten einen anderen Anspruch besitzen, die Reben noch nicht das Alter aufweisen und erst eine klare Linie für den Weinstil gefunden werden muss. Man arbeitet mit den Qualitäten und der Erfahrung, die man aktuell hat und bedient so den Markt. Dementsprechend sind auch die Preise. So liegt der Spitzenwein bei aktuell rund 20€. Aber es wird immer weiter am Qualitätsmanagement gefeilt. Aktuell arbeitet man beispielsweise noch konventionell. Doch bis 2016 hat sich Eric Kohler zum Ziel gesetzt, auf Herbizide zu verzichten. In einigen Jahrzehnten könnte die Domaine also durchaus ähnliches Renommee besitzen, wie Rothschilds Vorzeigeweingüter. Doch der Markt wir laufend bedient und die Weine wachsen mit der Erfahrung. Aktuell eignen sich die Qualitäten somit, um eine enorme Menge an Wein auf gleichbleibend hohem Niveau international zu vermarkten. Die Positionierung ist also vorerst breiter, entsprechend ist auch die Vinifikation. Es besteht kein Druck die Reputation des Weinguts künstlich aufzublasen.

Die Domaine d’Aussières ist vergleichbar mit einer Ameisenpopulation: Während das Anwesen noch etwas verlassen aussieht und die Oberfläche außerhalb der Rebanlagen wenig Leben zeigt, herrscht Untertage Hochbetrieb. Der komplette Keller der Domaine wurde erneuert und mit neuesten Maschinen ausgestattet. Betritt man diesen, so tut sich eine neue Welt auf. Die Kellerräumlichkeiten sind immens groß, lassen so erst die Dimension der Domaine erkennen. Daran angeschlossen ist eine riesige Lagerhalle für die zu verschickenden Paletten an Wein. Sie ist komplett neu.

Es gibt vier wichtige Weine der Domaine:

Die Basis bilden der ‘Aussières rouge’ und ‘Aussières blanc’. Die beiden Vins de Pays sind frisch und früh zugänglich. Der Rotwein ist eine Cuvée aus typischen Rebsorten der Region, der Weißwein ein reinsortiger Chardonnay ohne Holzcharakteristik. Darauf folgt der ‘Blason d’Aussières’, eine Cuvée von Syrah, Grenache, Mourvèdre und Carignan, mit Ausbauzeit von 10 bis 12 Monaten. Die Weine sind allesamt empfehlenswert, bedienen aber ganz klar eine breite Masse an Weinkonsumenten. Schade finde ich, dass die Basisqualitäten mit Nomacorc ausgestattet werden, anstatt Schraubverschlüssen. Es gab eine spannende Diskussion über den Einsatz der Plastikkorken. Von Haus aus sei man zufrieden mit den Qualitäten. Man wäre durchaus Schraubverschlüssen aufgeschlossen, glaubt aber, eine Zielgruppe an Weinkonsumenten zu bedienen, die einen Korken erwarten. Man ist sich also durchaus bewusst, welchen Weintrinker man hier anspricht und inwiefern dessen Vorstellungen von einer Flasche Wein aussehen.

Der Spitzenwein des Hauses ist der ‘Château d’Aussières’. Von ihm werden im Durchschnitt etwa 6.000 Kisten erzeugt. Im Vergleich dazu liegt die Produktion des ‘Aussières rouge’ bei 50.000 bis 55.000 Kisten.  Die zumeist aus Syrah, Grenache, Mourvèdre und Carignan bestehende Cuvée verbringt 12 bis 16 Monate in Eichenholzfässern. Davon sind 40% Erstbelegung. Ich hatte die Möglichkeit sechs Jahrgänge des Weines nebeneinander zu verkosten. Dabei kamen die unterschiedlichen Jahrgänge deutlich heraus. Aktuell gefällt mir der 2008er Jahrgang am besten. Daran schließt sich der 2012er mit gutem Potenzial für einige Jahre Flaschenreife an. Im Folgenden meine Verkostungsnotizen zu den Weinen:

Château d’ Aussières:

2007 –  Syrah 60%/ Grenache 10%/ Mourvèdre 30%

  • Aus einem ausbalancierten Jahrgang mit guten klimatischen Bedingungen und ausgereiften Mourvèdretrauben. Ziegelroter Rand, fleischig dunkles Rot. In der Nase zugänglich und offen. Etwas Bohnenkraut, fleischige Noten, Schokolade. Am Gaumen seidiges Tannin, typischer Languedocstil, etwas wärmer, leicht Mokka und trotzdem frisch. Noch jugendlich.

2008 – Syrah 58%/ Grenache 10%/ Mourvèdre 32%

  • Trockener Winter und Frühling, der durch Regenschauer im Mai gerettet wurde. Ein etwas kühlerer Jahrgang. Farblich ähnlich wie 2007, jedoch in der Nase etwas grüner mit viel Speck. Am Gaumen ist das Tannin hier zupackender, die Aromatik kräutriger ohne ausgeprägt grün zu sein. Jahrgang mit großem Potenzial. Insgesamt etwas strenger als 2007 aber für mich spannender. Mein Favorit.

2009 – Syrah 59%/ Mourvèdre 20%/ Grenache 8%/ Carignan 13%

  • Der erste Jahrgang mit Carignananteil. Noch sehr präsentes und zupackendes Tannin , insgesamt kräftiger Stil. Braucht noch viel Zeit. In der Stilistik etwas animalisch angehaucht, wärmer als 2008 und nicht so elegant. Der verschlossenste unter den Jahrgängen.

2010 – Syrah 65%/ Mourvèdre 18%/ Grenache 7%/ Carignan 10%

  • Ein kühler Jahrgang, der für einen späteren Austrieb und verlangsamte Reife sorgte. Besitzt eine ausgeprägte Amarenakirschnote in der Nase, wirkt gar ein wenig süßlich. Erinnert aber am Gaumen eher an 2008, fällt im Vergleich aber im Abgang kürzer aus. Sehr jung und verschlossen aktuell.

2011 – Syrah 66%/ Mourvèdre 10%/ Grenache 14%/ Carignan 10%

  • Der charmanteste Wein in der Reihe. Trinkt sich jetzt bereits ausgesprochen gut, besitzt weiche Tannine und eine ausgeprägte Frucht. Zugänglicher als 2010. Insgesamt der polierteste Wein, den man so wohl aber gut in der Gastronomie einsetzen kann.

2012 – Syrah 75%/ Grenache 20%/ Mourvèdre 5%

  • Aus dem fürs Languedoc sehr gelungenen Jahrgang 2012, der bei allen Rebsorten für gute Reife und volle Aromatik sorgte. Die Nase brilliert mit rotem Pfeffer und ist noch sehr offen. Am Gaumen wirkt der Château d’Aussières rund und komplex. Insgesamt der edelste Vertreter. Besitzt viel Potenzial für die Zukunft. Nach 2008 der gelungenste Wein, wie ich finde.

Es bleibt also spannend abzuwarten, für welchen Weg man sich entscheiden wird und wohin die Qualitäten die Domaine in den nächsten Jahrzehnten tragen werden. Es liegt in den Händen von Lafite-Rothschild und den natürlichen Gegebenheiten zu entscheiden ob d’Aussières zukünftig ein breite Masse von Weintrinkern anspricht, ein Vorzeigeweingut von Weltrang wird oder völlig andere Wege geht. Mit Eric Kohler als technischem Direktor, besitzt Rothschild-Lafite in jedem Fall eine hochcharismatische und leidenschaftsgetriebene Persönlichkeit an der Spitze. Wer zum Beispiel einmal im Elsass bei Trimbach von Jean Trimbach durchs Weingut geführt wurde und den geborenen Entertainer erleben durfte, einen Weinfreak wie Daniel Gantenbein, eine stimmige Nichtinszenierung im Scharzhof oder einen vom sportlichen Gedanken getriebenen Winzer wie Klaus Peter Keller erlebt hat, würde Eric Kohler sofort in diese Liga der Weinpersönlichkeiten einordnen.

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Modern Greek Cuisine – Malathounis (Joannis M.), Kernen

•August 8, 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

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Im schwäbischen Remstal, unweit von Stuttgart entfernt und mit Blick auf die in den Hang gebaute Yburg, kocht Joannis Malathounis. Gemeinsam mit seiner Frau, die den Service übernimmt, betreibt das Ehepaar seit zwei Jahrzehnten das Restaurant Malathounis. Die Küche des griechischstämmigen und in Deutschland geborenen lockt besonders. Joannis selbst bezeichnet die Stilistik als “Modern Greek Cuisine”, was freilich ein selbstgewählter Begriff ist, der viel Spielraum lässt. Vor allem aber will und soll er sich von dem differenzieren, was hierzulande meist unter griechischer Küche verstanden wird. Joannis bedient sich in großen Teilen typisch mediterraner Zutaten, fügt diese mit einzelnen Komponenten, die man aus der griechischen Küche kennt zusammen und schafft dabei Gerichte von hohem Anspruch.

Bei der Vorspeise, dem Ouzo-Saibling mit Gurken-Erbsenfond und Kalamata-Oliven, findet man beispielsweise kandierte Tomaten, etwas Saiblingsrogen und ein in der Mitte des Tellers angerichtetes Limetten-Selleriesorbet vor. Die Vorspeise spielt mit der Knackigkeit der rohbelassenen Produkte, wie den fleischigen, zu kleinen Röllchen gedrehten Gurken. Die feine Säure und punktuierte Bitternoten durch einige Kräuter, strukturieren die sommerliche und kühl servierte Vorspeise. Ein opulenter Klassiker, das Seehechtfilet mit Skordaliá, einer Art Knoblauchcrème mit Kartoffeln, wird spielerisch leicht, dank der Zitronensäure. Die Artischocken und der Retsinaschaum rücken das Gericht in eine oxidative Richtung, die dann zum Beispiel mit einem gereiften Wein, wie dem 1995er Vouvray Demi-Sec der Kultdomaine Huet ideal harmoniert.

Da wären wir auch schon bei einem weiteren Pluspunkt des Hauses angelangt, der Weinkarte. Diese ist nicht nur fair bepreist, sondern lässt Weinliebhaber lediglich ob der großen Auswahl an gereiften Weinen ins Schwitzen kommen. Neben Raritäten wie einer 76er Auslese von Christoffel Jr., gereiften Weinen der Domaine Huet oder selten anzutreffenden Weinen, wie der Rotweincuvée “Haitza” der Domaine Arretxea aus dem Baskenland, wird auch der regional verliebte Weintrinker mit einem breiten Sortiment an Württembergern glücklich. Selbstverständlich ist die Weinkarte auch mit Wein aus Griechenland reichlich bestückt.

Beim  Spanferkel mit Pfifferlingen im Beerenfond wird als apart gratinierte Kichererbsencreme gereicht, welche die erdige Komponente der Pfifferlinge weiter herausarbeitet. Lediglich etwas mehr Salz könnte man sich hier wünschen, da die Creme sehr mild ausfällt. Das sowohl als Ragout, als auch àpart  kalt servierte Spanferkel überzeugt ob der einwandfreien Qualität und perfekter Garstufen.  Zum Abschluss gibt es Mokkacreme mit Kirschen und Rote Bete in Rosenwasser, einem  Mandelbaiser und Vanillerahmeis. Das Dessert spielt mit der Leichtigkeit, die durch die Anrichte und prickelnde Perlchen erreicht wird. Schade, dass die Petit fours daran nicht anschließen können, da sie allesamt zu trocken ausfallen.

Bei einem Preis von 54€ für das Menü, einer ebenso fair kalkulierten Weinkarte und der Tatsache, dass lediglich das Ehepaar ohne weitere Unterstützung das komplette Restaurant bedient, fällt die auch nicht weiter ins Gewicht. Ein wenig könnte man es erahnen, da die Wartezeiten je nach Auslastung ein wenig länger ausfallen können. Das betrübt aber nicht wirklich beim richtigen Wein im Glas. Zudem hat man die Gewissheit, dass jeder Teller den hohen Ansprüchen des Küchenchefs standhalten muss.

Das Ambiente ist sehr einfach gehalten, wie man es von einer typischen Wirtsstube erwarten würde. Das Holz ist dunkel, die Decke etwas bedrückend. Ein Lichtblick der Moderne sind die über den Raum verteilten Kartell-Designer-Leuchten. Damit bekommt die anspruchsvolle Küche nicht die Bühne, die sie verdient. Wenn das Ambiente aber dem ein oder anderen Gast im Remstal die Hürde nimmt hier einzutreten, bin ich um jeden Neuzugang froh. Für Stammgäste spielt die Musik ohnehin auf dem Teller.

Kurzum: Ausgezeichnete Qualität auf dem Teller mit Abstrichen im Ambiente und Service. Dafür sehr faire Preise, beim Essen sowie der Weinkarte. Mit dieser Preis-Leistungs-Mentalität setzt das Restaurant Malathounis im Schwabenländle dann wiederum absolut richtig an und liefert eine authentisch griechische Autorenküche, die man so hierzulande nirgendwo antrifft.

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Malathounis.de /Gartenstraße 5/ 71394 Kernen im Remstal

Arretxea – Hegoxuri (Irouléguy) 2009

•Juli 29, 2014 • 2 Kommentare

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Auf der Suche nach authentischem Wein oder so ähnlich könnte der Titel zu dieser Flasche lauten.

Als ich die Flasche vor fast über drei Jahren in den Keller gelegt habe, hatte ich noch keinen einzigen Wein aus dem Baskenland getrunken und damit auch keine Flasche von der Domaine Arretxea. Ich habe einfach blind den Beschreibungen zweier Weinhändler vertraut, die diesen Wein in Deutschland -nach meinem Wissensstand- vertreiben. Das war die Weinhalle von Martin Kössler und die in Berlin ansässige Weinfachhandlung von Sebastien Visentin.

Ich habe damals davon gelesen, dass diese Weißweincuvée langlebig ist und nach gut fünf Jahren noch mehr Freude bereitet, man sie also getrost weglegen kann und dann zu schwarzen Trüffeln trinken kann. Die fünf Jahre Geduld hatte ich, den Trüffeln musste etwas Weißbrot weichen. Das hat dem Wein keinen Abbruch getan, er war auch im Alleingang bemerkenswert!

Das Ehepaar Thérése und Michel Riouspeyrous fertigt Wein in Irouléguy. Man wirtschaftet biodynamisch, was in der feucht-warmen Region nicht ganz leicht ist. 8 Hektar befinden sich im Besitz der beiden. Es gibt Rotwein und Weißwein. Die tannatlastigen Rotweine fallen eher etwas rustikal und maskulin aus. Man braucht viel Geduld, denn es dauert bis sich ihr straffes Tannin einbindet. Die Weißweine machen auch jung schon viel Freude, wie ich Anfang des Jahres bei einer Verkostung feststellen konnte (Link). Dort habe ich auch Michel Riouspeyrous kennengelernt, der ob seiner buschigen Augenbrauen unverkennbare Winzer, der ganz schüchtern agiert aber hocherfreut ist, wenn man sich für dessen Weine interessiert. Das Baskenland, an der südwestlichen Grenze Frankreichs und in Spanien gelegen, ist ja nicht die bekannteste Adresse und in Deutschland wohl weintechnisch eine tote Zone. Ich kann mich noch erinnern, wie er regelrecht aufgeblüht ist, nachdem ich den Namen des hier besprochenen Weins richtig ausgesprochen habe.

Die Cuvée Hegoxuri besteht aus 60% Gros Manseng, 35 % Petit Manseng und 5 % Petit Courbu, alles regionale autochthone Rebsorten. Die Maische wird spontan vergoren, anschließend verbringt der Wein gut neun Monate auf der Vollhefe im Demi-Muid (600l).

Ich habe den Hegoxuri gut eine halbe Stunde vorab dekantiert. Er leuchtet hellgold und obwohl er nicht filtriert wurde fällt er in der Karaffe klar aus. Die Nase war anfangs etwas verschlossen, hat Feuersteinnoten offenbart. Mit etwas Temperatur kommt noch Honig dazu, ein wenig Mango und etwas kräutrige aber dezente Würze. Am Gaumen finde ich kandierte Orange und Zitrone, ein klein wenig an Petrol erinnernde Noten, etwas Apfelmost und vor allem Kamille. Der Wein ist eher gelbfruchtig, nicht aber opulent sättigend und trotzdem sehr kraftvoll. Eine feine Säure gibt ihm die Verspieltheit. Der Abgang ist lang und der Wein besitzt eine enorme Intensität, die aber nicht durch eine hitzige Aromatik erzeugt wird, wie man es vielleicht vermuten würde. Durch den Wein zieht sich eine feine Mineralik, die den Wein von einer platten eindimensionalen fruchtigen Reife wegbringt.

Für mich war das höchst individueller Stoff und ein Wein dessen Aromatik ich so andernorts noch nicht gefunden habe, die sich wohl auch nicht reproduzieren lässt. Ein individueller Wein, ein Erzeugnis mit Charakter das es hierzulande nicht geben würde, wenn da nicht Händler wären, die sich für solche Individualisten einsetzen. Danke dafür!

Soave – im Weinwisser 07/08 2014

•Juli 24, 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

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Wie einige fleißige Mitleser ja mitbekommen haben, war ich im Mai in Soave und habe dort die Region mit ihren Weinen und Menschen kennengelernt. Die Impressionen und einige Weine, die ich nach der Reise noch verkostet habe, finden sich zusammengefasst in der aktuellen Ausgabe des Weinwissers. Abonnenten haben bereits jetzt Zugriff auf die PDF-Version, die Printausgabe dürfte kommende Woche in den Briefkästen liegen.

Im Artikel berichte ich über die zwei Wesen des Soave, die Region und den sehr gelungenen aktuellen Jahrgang 2013. Ich würde mich freuen, den ein oder anderen Leser auch beim Weinwisser anzutreffen. Dort werde ich zukünftig Artikel beisteuern.

Weinwisser.de

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Bordeaux: Zu Gast auf Château Lafite in Pauillac

•Juli 1, 2014 • 2 Kommentare

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Als Charles Chevalier, Direktor der Domaines Barons de Rothschild, uns auf der Terrasse des Anwesens empfängt, kommt sowohl eine entspannte, als auch fröhliche Stimmung auf. Chevalier  zeichnet verantwortlich für vier Châteaux des Imperiums: Lafite und Duhart-Milon in Pauillac, Rieussec in Sauternes und L’Evangile in Pomerol.

Der gebürtige Franzose im hellrosanen Karohemd, besitzt Humor und ist überraschend unprätentiös. Nie versucht er mit leeren Marketingphrasen vom Weinbau zu sprechen, sondern agiert überraschend offen, wenn es um Detailfragen geht. Charles Chevalier hat keine wirklichen Gehemnisse.

Schaut man sich das Château genauer an, wird man auch keinerlei unbekannten Gerätschaften oder ausgefallene Methoden feststellen. Im Gegenteil. Die Vinifikation auf Lafite ist minimalistisch und der Keller entsprechend leer. Die Hauptarbeit geschieht in den 112 Hektar Weinanlagen. Auf Lafite besitzen die Reben im Schnitt ein Alter von 41 Jahren. Wobei für den Erstwein keine Trauben von Rebanlagen verwendet werden, die jünger als 10 Jahre sind. Alljährlich werden 1-2% erneuert. Während der 8 bis 9 Tage der Lese sind mehrere hunderte Lesehelfer vor Ort. Die Lese geschieht äußerst schnell, die Helfer werden aufgefordert, sämtliches Material zu lesen. Erst am Sortiertisch werden die Vollzeitmitarbeiter eingesetzt, die mit ihrem Know-How das erwünschte Material selektionieren.

Chevalier erzählt auch, dass wie für ein Spitzenchâteau diesen Kalibers und mit entsprechender finanzieller Unabhängigkeit üblich, auch eine optische Selektierung eingesetzt werden kann. Komplett überzeugt von der Technik zeigt er sich jedoch noch nicht. So war der Versuch im schwierigen Jahr 2013 wenig erfolgreich, wie er berichtet. Damit eignet sich für ihn dieses Tool eher für “sorgenfreie” Jahre.

Chevalier zeigt zwar großen Respekt vor der Tradition. Doch Lafite, wie auch die anderen Projekte der Domaines Barons de Rothschild, verfolgen einen sehr technischen Ansatz. Eric Kohler, der Direktor der Domaine d’Aussières, erzählt, Rothschild-Lafite würde nichts machen, bei dem man sich nicht sicher sei, wie es funktioniert und es begreifen würde. Somit ist man auch technischen Neuerungen durchaus aufgeschlossen, sofern sie vollständig erforscht und vorteilhaft sind.

Beim Spaziergang durch die imposanten Kelleranlagen, bleiben wir auch vor den großen Bottichen aus Eichenholz stehen. Hier mazerieren die Moste zwischen 18 und 25 Tagen. Es folgt ein Keller mit Zementtank, der für die Merlots reserviert ist und eine Keller mit Stahltanks, für die malolaktische Gärung. Die Barriques stammen aus der eigenen Küferei. Weniger wichtig als die Herkunft des Holzes, ist für Chevalier der Prozess des Toastings. Für den Erstwein werden ausschließlich neue Fässer verwendet, die mittel getoastet sind. Die Besonderheit liegt hier in der verhältnismäßg kühleren und längeren Röstung der Fässer. Für den Carruades de Lafite, dem Zweitwein des Hauses, wird auch ein Anteil gebrauchter Barriques verwendet.

Besonders beeindruckend ist der Gang durch die Barriquekeller, die tausende Barriques hintereinandergereiht vorfinden lassen. Im vom Architekten Ricardo Bofill kreierten Gewölbekeller, sind die Fässer kreisrund ausgerichtet. In der Mitte befinden sich 16 Säulen, die die immens hohe Halle tragen und auf rund 2200 Fässer blicken lassen. Die Kellerräume wirken riesig und beim Gang durch das mit Kerzen beleuchtete Flaschenlager, kann man etwas vom Geist und der Geschichte des Hauses mittragen, die Lafite so geprägt hat.

Das 1855 zum Premier Cru Classé erhobene Château gehört von außen nicht unbedingt zu den imposantesten im Bordelais. Es sind die Innenräumlichkeiten und der riesige Barriquekeller, der imponiert.

Der heiß diskutierte Jahrgang 2013 ist auch in Pauillac schwierig ausgefallen. Es war kein einfaches Jahr für Lafite. Das Jahr startete mit einem sehr nassen und kalten Winter, der die Blüte etwa um drei Wochen nach hinten raus verschob. Die potentiellen Erträge wurden bereits im Vorfeld durch Verrieselung und ungleichmäßige Trauben bedingt. Ende des Junimonats gab es einen harten Kontrast und es wurde rasch warm. Mitte des Septembermonats war es sowohl regnerisch als auch warm, die Trauben waren jedoch noch nicht voll ausgereift. Zum Ende des Monats gab es vor allem Probleme ob der Botrytis und die Lese musste schnell beginnen, um den Pilzbefall einzudämmen. Ich hatte nicht die Möglichkeit, Bordeaux in seiner ganzen Bandbreite auf der Primeurverkostung genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch wie man den Winzern vor Ort und vielen Kommentaren entnehmen kann, spricht man relativ offen über den herausfordernden und im Schnitt doch kleineren Jahrgang.

Während die kleineren Weine für mich teilweise etwas hart erschienen, war ich überrascht von der Eleganz der beiden Lafiteweine, die sehr dicht und ausgewogen daherkommen und keine grünlichen Noten erkennen ließen. Entspannter sieht die Situation im Sauternes aus. Auf Rieussec hat man in 2013 einen herrlich klaren und erfrischenden Süßwein abgefüllt, wie ich finde. Der Wein ist sehr verspielt und präzise am Gaumen. Es gab übrigens einige nette Anekdoten von Charles Chevalier bezüglich der Speisenkombinationen mit Sauternes. Für ihn, eignet sich der edelsüße Vertreter zu nahezu allen Speisen. Außerdem trinkt er ihn gerne in jedem Stadium, jung wie alt.

Verkostungsnotizen:

2013 Blason de L’Evangile

  • 92% Merlot/ 8% Cabernet Franc: Dunkelviolett mit leichtem Wasserrand, in der Nase viel Brombeere, etwas Kirsche und ein Anflug Kakao, sehr sämiges Tannin, minimaler Überhang im Alkohol.

2013 Château L’Evangile

  • 87% Merlot/ 13% Cabernet Franc: Dichtes dunkelviolett, ebenfalls leichter Wasserrand, etwas präsenteres Tannin, insgesamt strenger in der Art, komplexer. Aktuell noch sehr harsch. Klare Steigerung in der Komplexität.

2013 Moulin de Duhart

  • 67% Merlot/ 33% Cabernet Sauvignon: Eingelegte Paprika, fleischiger Geruch, am Gaumen anfangs samtig, dann zupackendes Tannin, mittellanger Ausklang. Noch sehr hart.

2013 Château Duhart-Milon

  • 80% Cabernet Sauvignon/ 20% Merlot: In der Nase gerade komplett verschlossen, ein wenig Paprikapulver, am Gaumen schön mollig, trotzdem elegant. Ein echter Charmeur. Gut im Kontext zum Preis!

2013 Carruades de Lafite

  • 64% Cabernet Sauvignon/ 29% Merlot/ 4% Cabernet Franc/ 3% Petit Verdot: Ebenfalls verschlossen aktuell, etwas Zedernholz und dunkle Beeren, am Gaumen viel weicher und fülliger als alle bisherigen Weine, frische rotbeerige Frucht, gute Länge. Keine grüne Aromatik. Sehr zugänglich.

2013 Château Lafite

  • 98% Cabernet Sauvignon/ 2% Merlot: Dunkelviolett, violetter Rand mit minimalem Wasserrand, in der Nase zugenagelt, verwobene Frucht in Form von Sauerkirschen und Johannisbeere, mit etwas Luft kommt allenfalls noch zart das Holz durch, am Gaumen keinerlei grüne Aromatik, samtiges Tannin, enorme Dichte, große Eleganz. Im Vergleich zum Carruade aus 2013 etwas strenger, vermutlich durch den geringen Merlotanteil. Gelungene Abfüllung des Jahrgangs!

2013 Carmes de Rieussec

  • 83% Semillon/ 9% Muscadelle/ 8% Sauvignon: Vollgold und klar, reduktives Bukett, fruchtig-klar, wenig UHU, am Gaumen mittelsüß, mittlere Viskosität. Easy Drinking und frühe Zugänglichkeit!

2013 Château Rieussec

  • 95,5% Semillon/ 4,5% Sauvignon: In der Nase verschlossen, etwas herberes Bukett, weniger vordergründige Frucht, am Gaumen sehr klar, präzise und nur leicht dick, ausgesprochen gute Länge. Gebirgsbachklarer und floraler Sauternes!

In den nächsten Wochen geht es thematisch weiter ins Languedoc. Hier habe ich mir auf Einladung der Domaines Barons de Rothschild einen Überblick zum aktuellen Stand der Domaines d’Aussières verschaffen können. Diese wird seit 1999 quasi mit dem Anspruch wiederaufgebaut, sich als einen der führenden Betriebe der Region Languedoc-Roussillon zu etablieren.

Berlin Gutsrieslingcup 2014

•Juni 24, 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

Alljährlich veranstaltet Martin Zwick den Gutsriesling-Cup in Berlin sowie einen Spätburgunder-Cup. Bei letzterem war ich 2013 dabei und habe darüber berichtet (Berlin-Spätburgunder-Cup 2013). Dieses Jahr habe ich nicht an der Blindverkostung teilgenommen. Dafür hatte ich die Ehre, die Reihenfolge der Flights für die insgesamt 33 Gutsrieslinge zusammenzustellen. Anbei die Ergebnisse und Hintergrundinfos zur Veranstaltung:

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“Einig waren sich die Teilnehmer des Cups, dass sich der Jahrgang 2013 im Gutsweinbereich durch eine hohe Säure auszeichnet und heterogene Qualitäten aufweist. Um die persönlichen Präferenzen zu treffen, ist vorheriges Probieren durchaus ratsam. Beeindruckend war das Abschneiden der rheinhessischen Winzer, die insgesamt 8 der 10 vordersten Plätze belegten. Hier scheint auch im Gutswein-Bereich am meisten Musik zu sein.

 

Hier die Ergebnisliste der besten 10 Gutswein-Rieslinge aus 2013:

  1. Weingut Wechsler (Rheinhessen) 88
  2. Weingut Emrich-Schönleber (Nahe) 88
  3. Weingut Max Pfannebecker (Rheinhessen) 88
  4. Weingut Eller, Juliane Eller (Rheinhessen) 87
  5. Weingut Wittmann (Rheinhessen) 87
  6. Weingut Keller (Rheinhessen) 86
  7. Weingut Wagner-Stempel (Rheinhessen) 86
  8. Weingut Schäfer-Fröhlich (Nahe) 86
  9. Weingut Uwe Spies (Rheinhessen) 86
  10. Weingut F.E. Huff (Rheinhessen) 86

 

Die Jury des Berlin-Gutsriesling-Cups besteht aus Weinprofis und Weinliebhabern. 2014 nahmen folgende Personen teil:

Barbara Adam (Winzerin von der Mosel)

Katharina Hänel (Einkäuferin für “Wine in Black” in Berlin)

Paula Redes Sidore (Journalistin, Berlin)

Sascha Freitag (Händler in Berlin)

Felix Bodmann (Wein-Blogger, Berlin)

Wolf Albin (Riesling-Liebhaber, Berlin)

Jürgen Klucken (Riesling-Liebhaber, Berlin)

Nikolai Laßmann (Riesling-Liebhaber, Berlin)

Frank Ebbinghaus (Riesling-Liebhaber, Berlin)

Michael Rauscher (Riesling-Liebhaber, Berlin)

HaJo Fredrich (Riesling-Liebhaber, Berlin)

Olivier Schnurr (Riesling-Liebhaber, Berlin)

 

Ausrichter der Probe war Martin Zwick, der nicht mitbewertet. Die Reihenfolge der Weine wurde von Markus Budai/Wine&Food Blogger zusammengestellt.

Zum Berlin Riesling Cup:

Im Jahr 2007 begann der Privatier Martin Zwick, seinen Traum von einem Berliner Weinsalon zu realisieren. Menschen mit einer Leidenschaft für Wein sollten in seinem Berliner Domizil zusammenkommen und ihre Meinungen austauschen. Wichtig war Martin Zwick, dass es eine wirklich “bunte” Mischung aus Aficionados sein sollte: Journalisten, Sommeliers, Weinliebhaber, Winzer, Händler. Der Berlin-Riesling-Cup versammelt sich auf seine Einladung hin einmal im Jahr, um die besten Rieslinge aus Deutschland zu probieren. Auch bei den Weinen ist eine bunte Mischung angesagt: vom jungen aufstrebenden Winzer über das renommierte Grosse Gewächs bis hin zum raren Versteigerungswein soll alles vertreten sein. Der Berlin-Riesling- Cup wurde 2013 durch den Berlin-Gutswein-Cup erweitert. Für alle Berlin-Cups gilt: die Weine werden grundsätzlich von Martin Zwick ausgesucht und ein renommierter Weinkenner bestimmt die Probenreihenfolge. Alle Weine werden in 2er- Flights aus Zalto-Gläsern blind verkostet. Nach jeweils 10 Weinen werden die Bewertungen im 100-Punkte-Schema notiert und schließlich die Weine aufgedeckt. Das Ergebnis setzt sich aus einem Punktedurchschnitt aller Verkoster zusammen, wobei die jeweils beste und schlechteste Wertung gestrichen werden. Der Einfachheit halber wird die Siegerliste auf volle Punkte auf- bzw. abgewertet.”

Text: V.i.S.d.P Markus Vahlefeld – WeinMediendienst Köln

 
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