Champagner


Das Interesse am Champagner hat bei mir vor ca. 2 Jahren angefangen. Mein erstes Glas Champagner habe ich in der Schlemmeretage des KaDeWes genossen, wobei es sich um einen Moet & Chandon Jahrgangswein (2002 oder 2004) handelte.

Mich hat sofort die Konsistenz des Champagners fasziniert mit seinen aufsteigenden Bläschen, die fast nicht zu ermüden scheinen.

Champagner trinken hat immer dieses besondere etwas , man genießt automatisch, die Stimmung wird angehoben, ein Moment wird einzigartig gemacht.

Wenn ich Champagner trinke, dann zelebriere ich gerne den ganzen Vorgang. Das fängt beim Kübel auffüllen an, die Gläser vorbereiten, Eis nachfüllen usw.

Dieser Genuss gehört für mich einfnach dazu und ich ermüde nie daran.

Auf das 1. Glas folgte einige Zeit später die erste Flasche zum Geburtstag mit groß angelegtem Brunch. Damals ein einfacher Moet Brut imperial.

Kurze Zeit später fand ich mich wieder in Berlin und konnte so relativ günstig durch die Champagnerbars im KaDeWe und Lafayette einen umfassenderen Eindruck von diesem bezaubernden Getränk bekommen. Ich probierte den Rosé von Veuve Clicquot, sowohl als Cuvée als auch als Jahrgangschampagner und erneut den Brut Imperial von Moet.

Dann nach längerer Pause packte es mich wieder im Sommer und ich genoß eine Flasche Roederer Brut auf dem Balkon mit frischem Baguette und Käse und Obst aus der Stuttgarter Markthalle. Das war dann schon ein einzigartiges Erlebnis, an welches ich mich gerne zurückerinnere.

Dank einem gut gelegenen Geburtstag, genoss ich Taittingers Rosé Champagner, welcher auch Roséschaumwein für mich interessant machte. Am Taittinger gefällt mir diese leichte Säure und diese enorme Kraft an roten Früchten. Der Champagner schmeckt etwas nach Blutorange und hat eine reizende Frische.

Mein nächster Kontakt  war dann wirklich eine Flasche Roederer Cristal aus dem Jahre 1995. Es handelte sich dabei um die selbe Flasche, welche ich vor Jahren in einem Weinhandel versteckt entdeckte und welche mich damals mit dieser gelben durchsichtigen Folie um die klare Flasche verzauberte. Damals konnte ich niemals nachvollziehen, wie ein Wein derartige Summen annehmen konnte – es hat ja etwas vergängliches an sich.

Trotzdem und bestätigt durch einige Erfahrung mit Champagner, holte ich mir dann diese Flasche zu einem sensationellen Preis für solch eine Rarität (das war im Jahre 2009).

Bis heute ist dies wohl das edelste und gelungenste Tröpfchen an Wein (egal in welcher Form), welches durch meinen Rachen geflossen ist. Dieser unvergessliche toastige, blumige Honiggeschmack durch die Lagerung und diese extreme Klarheit dieses Weins habe ich heute noch nicht vergessen.

Das war eines dieser a-ha-Erlebnisse und Auslöser für mein andauerndes Interesse am Champagner.

Daraufhin holte ich mir ein Buch über Champagner und vertiefte mein Wissen in Anbaumethoden, Lagerung und alle sonstigen Themen die sich um den Kultwein drehen.

Das Buch half mir auch weitere unbekanntere Maisons zu finden und Essen auf unterschiedliche Champagner besser abzustimmen.

Ein weiterer erwähnenswerter Champagner ist der Rosé von Billecart-Salmon, einem eher unbekannteren Weingut der Champagne. Es ist ein kleines Weingut, welches außerordentliche Champagner produziert und trotzdem sehr humane Preise hat.

Auch der einfachste Wein aus dem Hause ist ein sehr vielschichtiger, aromatischer Wein und es finden sich sogar Anklänge von Toastaromen und Honig, wie beim Roederer Cristal.

Alleine deshalb ist dieser Wein für mich eine absolute Empfehlung.

Was für Champagner auch noch folgen mag, es ist mir jedenfalls jedes mal ein Genuss und eine große Freude dieses edle Getränk verkosten zu können.

Das schöne bei großen Weinen ist, dass meist auch große Erlebnisse und Erinnerungen an die Momente des Genießens anschließen und somit bleibt letztendlich doch nichts vergänglich.

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~ von budisfoodblog - Mai 13, 2010.

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