Rieslingtasting


Deutscher Riesling.

Neben Riesling gibt es eigentlich fast nur noch den Champagner, welcher mich dermaßen fasziniert wie es beim Riesling der Fall ist.

in folgendem Bericht, möchte ich verschiedene deutsche Rieslinge vorstellen, die ich in letzter Zeit verkostet habe und die mir gefallen haben.

Beginnen wir mit einem ganz einfachen Riesling vom Weingut Keller aus Rheinhessen. Dieser Wein besticht vor allem durch seine Mineralität und feste Struktur. Es ist ein idealer Alltagswein, der nicht langweilig wird:

Ein weiterer interessanter Wein aus Dorsheimstammt om Weingut Diel. Dies war mein erster Riesling, den ich bewusst probiert habe und beurteilt. Es handelt sich um einen Wein, welcher eine außerordentliche Leichtigkeit und Frische ausstrahlt und leichte Pfirsicharomen in sich trägt. Der Wein wirkte jedoch noch etwas grob zum Trinkzeitpunkt und sollte bermutlich etwas später getrunken werden, wenn er runder ist:

Bei dem nächsten Wein aus der Pfalz, handelt es sich um einen Wein von ganz anderem Charakter. Den Kallstadter Saumagen Kabinett von Koehler-Ruprecht habe ich als einen recht groben und sehr säuerlichen Wein erlebt mit hoher Mineralität. Der Wein ist wenig fruchtig und besonders kräftig. Ein wirkliches Unikat, welches sich vom allgemeinen Rieslinggeschmack abhebt. Der Wein ist jedoch etwas für Liebhaber:

Ein echtes Schmankerl stammt von Van Volxem (Mosel-Saar-Ruwer). Es handelt sich hierbei um einen Riesling aus alten Reben. Der Wein hat hohes Lagerpotential und besticht schon jetzt durch einen sehr festen, stählernen Geschmack. Der Wein wirkt sehr ausgewogen und kräftig aber elegant zugleich. Er schmeckt so ähnlich wie der Diel-Riesling, jedoch eleganter und runder.

Kommen wir nun zu einem meiner absoluten Favoriten. Dönnhoff, ein Weingut aus der Nahe, welches Spitzenweine produziert. Die Weine von Dönnhoff haben für mich einen unverwechselbaren Charakter. Für mich zeichnen sich die Weine durch eine leichte Restsüße aus und einen dezenten Honiggeschmack. Der eigentlich einfache Kabinett aus 2008 hat mich sehr fasziniert und auch am nächsten Tag war er noch prächtig.

Ebenfalls von Dönnhoff kommt meine bisherige Lieblingsauslese. beim Norheimer Dellchen aus 2006, handelt es sich um einen schon hochpreisigeren Wein. So kostet die Halbflasche gute 25€ im Handel, wenn man sie bekommt. Dieser Wein fasziniert mich bis heute. In dieser Auslese steckt solche eine Wucht an Aromenvielfalt – überwältigend! Hier zeichnet sich der Honig-Toastgeschmack besonders ab. Für mich ein Wein zum Niederknien.

Die nächste Auslese aus dem Bereich Mosel-Saar-Ruwer kommt vom bekannten Weingut Fritz Haag. Es handelt sich um eine etwas ältere Auslese (2002). Diese Auslese hat einen  starken Litchee-geschmack wie ich finde und man schmeckt ihr das Alter heraus. Der Wein schmeckte schon leicht müffig und sehr süß.Mein Fall war er nicht so, wobei der Wein insgesamt schon gut war, nur eben nicht meinen Geschmack traf. Für Freunde reiferer Weine sicherlich eine Pracht.

Bei meinem zweiten Kellerwein handelte es sich um eine BA (Beerenauslese). Paula Bosch, Sommelière im Tantris lobt den Wein besonders und ich kann ihr nur zustimmen. Dieser Süßwein war ein Prachtstück und mit knapp 18€ ein Prachtstück an Süßwein. Der Wein hatte etwas sehr rassiges. Er schmeckte süßlich und herb zugleich. Es hatte etwas würziges, minziges im Abgang. Auch wenn eine BA normalerweise aufgrund des starken Aromas in geringen Mengen konsumiert werden sollte, so trauerte ich noch keinem Wein so sehr nach, als die Flasche leer war, wie diesem!

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~ von budisfoodblog - Mai 13, 2010.

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