Café-Bistro im Dallmayr


Über das Delikatessenhaus Dallmayr braucht man ja an sich keine Worte mehr zu verlieren. Die meisten kennen es, zumindest aus der Werbung.

Für mich ist der Dallmayr ohnehin ein Pflichtbesuch, wenn ich in München bin. Dabei ist es mir jedesmal eine große Freude hier einzukaufen und auch zu schauen. Samstags wird das Haus jedoch eher zur Qual, wenn man wirklich einkaufen und nicht nur gaffen will, da der Laden verständlicherweise rammelvoll ist und massenweise Touristen einströmen. Aber auch das ist man gewöhnt und schließlich ist dieses Haus so einzigartig, dass man auch dieses Manko gerne auf sich nimmt – man ist ja selber einer der Personen, die den Dallmayr füllen….

Ich möchte aber gar nicht über Dallmayr an sich sprechen, sondern über das Café, welches sich (hat man sich durch die Menge bis zur Treppe gekämpft) in der oberen Etage befindet.

Hier gibt es mittags Kuchen, Törtchen, Café, Espresso und Tee.

Leider war der Besuch für mich eine große Enttäuschung. Zuallererst muss man eine Weile an der Treppe warten, da das Café stets überfüllt ist. Bekommt man nun endlich einen Platz, geht alles sehr schnell. Anstatt das eigentlich schöne Ambiente zu genießen (was unmöglich ist, da man eigentlich nur von Menschen umgeben ist), wird man hier sehr schnell abserviert. Ich möchte vorerst den Service loben, welcher es schafft hier nicht den Überblick zu verlieren und solche Massen einigermaßen gut zu koordinieren, sodass jeder mit etwas Geduld, einen Platz bekommen kann.

In einem solchen Haus steht für mich der Genuss im Vordergrund. Dies ist hier unter diesen Umständen nicht möglich. Denn sitzt man einmal, kommen schon nach dem Bestellen die ersten Schuldgefühle auf, wenn man die ganzen wartenden Leute in der Schlange stehen sieht. Zudem scheint es unmöglich, sich hier entspannen zu können, da der Lärmpegel ungefähr dem des vollen Hofbräuhauses entspricht.

Der Espresso und Kaffee natürlich in gewohnter Dallmayrqualität. Ganz im Gegensatz zum Gebäck. Mein Mangofruchttörtchen pappsüß und damit alles andere als ausgewogen. Der Käsekuchen absoluter Durchschnitt, Nusstorte wenigstens nicht trocken, doch trotzdem absolut unbedeutend.

Nach ungefähr 20 Minuten Verweilzeit kommt auch schon die Rechnung, welche für das gebotene einfach eine Spur zu teuer war.

Somit war dies wohl mein letzter Besuch in der oberen Etage des Dallmayrs. Ich musste schwer enttäuscht feststellen, dass dieses Café und Bistro vermutlich durch die großen Menschenmassen, die hier täglich einströmen und wohl auch durch die Toursiten, stetig wechseln, wodurch ein hohes Niveau schlichtweg nicht mehr erhalten werden kann.

Aber das macht nichts. Es bleibt ja noch eine weitere große Etage voller Spezialitäten.

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~ von budisfoodblog - Mai 22, 2010.

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