Edelbrennerei A.J. Dirker


Arno Josef Dirker hätte vermutlich die Hauptrolle für die Verfilmung von Patrick Süskinds Roman „Das Parfüm“ sofort bekommen, hätte man dem Regisseur nur mal an Dirkers Haselnußgeist riechen lassen.

Denn welch unglaublichen Gerüche hier der Natur entlockt werden, begreift man wohl erst, wenn man selbst eines der liebevoll hergestellten Fläschchen in den Händen halten durfte.

Erst seit 1987 richtig dabei und schon heute eine der anerkanntesten Brennereien Deutschlands. Schulungen und Verkostungen für die Traube Tonbach durchgeführt, zahlreiche Goldmedaillen verliehen bekommen und bodenständig geblieben.

Vor allem aber mit voller Passion am Werk.

Der Haselnußgeist. Hierfür ist die Brennerei weitläufig bekannt. Der Haselnußgeist sorgte auch bei mir für eines der aha-Erlebnisse, wie man sie einfach nicht erzwingen kann.

Ein Schluck und man weiß, vor einem steht etwas ganz großes, etwas pures, ein Unikat.

Das erste Mal roch ich am Haselnußgeist in einem Delikatessengeschäft. Eine Geruchsprobe, wie beim Parfum. Der Geist riecht anfangs süßlich, etwas nach Nougat, dann kommen die gerösteten Haselnussaromen zur Geltung. Genau so verhält es sich auch bei der Geschmacksprobe. Anfangs eine süßliche Nougatnote, fast schon crèmige Konsistenz und dann pure Haselnussfreude mit einem leicht brennenden aber geschmackvollen Abgang.

Der hohe Alkoholanteil von 40% geht dabei fast völlig unter, so elegant und aromatisch schmeichelt dieser Stoff am Gaumen. Man könnte da schon fast an einen Likör denken. Deshalb passt er für mich jedenfalls sehr gut zum Café.

Ein Unikat!

Fast genau so schön geht es weiter, mit anderen Versuchungen. Saisonal bedingt gibt es davon ziemlich viele. Aktuell jedenfalls sticht besonders der „Apfelstrudellikör“ ins Auge.

Auf Basis des Haselnußgeistes, abgeschmeckt mit Apfelsaft, Rum, Rosinen, Zimt, Mandeln und anderen geheimen Zutaten.

Der Likör zeigt ebenfalls schon allein am Geruch, was auf einen wartet. Zimt und Rosinen treten hier hervor. Den Geschmack kann man bestenfalls mit dem von Apfelstrudelfüllung vergleichen. Weihnachten ist jedenfalls ganz nah.

 

Wenn ich die Destillate der Edelbrennerei Dirker kurz beschreiben sollte, dann sticht bei mir besonders die gelungene Verbindung von Duft und Geschmack hervor.

Mit anderen Worten: trinkbares Parfum!

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~ von budisfoodblog - November 29, 2010.

2 Antworten to “Edelbrennerei A.J. Dirker”

  1. Lieber Budi,
    Ein hervorragender Tipp. Ich bin vor Weihnachten zufällig dort vorbeigekommen und habe den Abstecher in den kahlen Grund gemacht (Man sagt dort auch: Hast Du eine Frau aus dem Kahlgrund, brauchst Du keinen Hofhund). Der Stoff ist genial. Haselnussgeist ist zwar nicht mein Ding, aber die Obstbrände sind sensationell.
    Ich hoffe, dass Du an Weihnachten auch ein bißchen auf Wein geachtet hast und einige kulinarische und vinologische Erlebnisse im Blog verarbeiten wirst.
    Wünsche noch schöne Tage bis zum Jahreswechsel und in 2011 immer nur hervorragende Weine und exzellente Speisen! Und bitte weiter eifrig bloggeN1 Ich hatte in den letzten Woche n viel Freude mit Deinen Beiträgen!

    Oinophilist

  2. Die Brände sind wirklich genial und (noch) sehr erschwinglich!

    Kulinarisch ist über Weihnachten viel los, nur wird es etwas dauern, bis die Beiträge hier erscheinen.
    Man kann sich aber auf interesante Sachen freuen. Momentan bin ich aber noch mittendrin und schreibe erst einmal nichts.

    Gruß
    Markus

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