Café Luitpold (München)


Das Café Luitpold ist sicherlich eines der bekanntesten Cafés Münchens aber auch eines der hochpreisigsten. Dies zieht mitunter ein gewöhnungsbedürftiges Publikum an. Doch mit der Sanierung des Cafés bleibt ein besuchenswertes und wunderschönes Café in München.

Das im Brienner Quartier gelegene Caféhaus bietet dem Gast zu eig. fast jeder Zeit im Luitpold verweilen zu können. Neben Kaffe & Kuchen gibt es eine Vielzahl an Patisseriekunst in der Theke zu bestaunen, morgens kann gefrühstückt werden und mittags gibt es ein durchaus interessantes Essensangebot. Wer keine Zeit hat sich für ein Stündchen ins Café zu setzen oder nur zum Abendessen kommt, kann die Patisserie auch einfach mitnehmen. Dies natürlich ganz nach Pariser-Art in aufwändigen Geschenkverpackungen.

Das Café ist seit der Erneuerung sehr modern aber wunderschön. Weiß & Schwarz prägen die Räumlichkeiten, geschwungene Theken stehen neben klassisch anmutenden Säulen. Eine schöne Verbindung von alt und modern wurde hier im Hybridstil geschaffen, ähnlich wie in der Speisemeisterei in Stuttgart.

Mittags lockt das Tagesessen gehobener Preiskategorie. Die international ausgelegte und modern orientierte Küche zeigt sich durchaus interessant und schmackhaft. Die meisten Speisen werden mit „ungewöhnlichen“ Zutaten aufgepeppt. Das schmeckt. Bei einem ausgiebigen Stadtbummel kann man sich hier erholen in schönem Ambiente und durchaus attraktives Essen genießen.

Natürlich steht aber die Patisserie im Vordergrund. Neben sehr gut zubereiteten Klassikern wie Apfelstrudel in Vanillesauce, gibt es hier eine Vielzahl an Tartes, Eclairs und Petit Fours. Die Kuchen sind französisch geprägt eher leicht und delikat anstatt üppig und schwer.

Eine wahre Versuchung ist die Haustorte, die Luitpoldtorte. Eine klassische Herrentorte mit Marzipan und Weincrème, welche äußerst leicht und feingliedrig ist. Ein delikates Stück Kuchen, welches zuerst zu klein erscheint, so mundet es und dann aber doch genau die richtge Größe hat, die einen immer wieder hier einkehren lässt um diesen Kuchen erneut zu genießen, ohne ihm überdrüssig zu werden.

Neben zahlreichen Trüffeln und Pralinen kann man sich hier die delikatesten süßen Verführungen mit nach Hause nehmen. Dafür muss man aber auch einen prallen Geldbeutel hinterlegen, denn die Naschereien von hoher Qualität sind dann preislich doch an ein gewisses Klientel angelegt, welches man als Kellner wohl als schwierig bezeichnen dürfte. Genau dies ist es auch, was das Café Luitpold leider nicht sympathisch macht und eben auch nicht zu einem Stammcafé wenn man ob des Genusses hier öfters einkehren will. Gesehen und gesehen werden kennzeichnet diesen Ort sehr gut und so lässt sich hoffen, dass auch in Zukunft die Qualität der Speisen nicht nachlassen wird und das Café wie viele solcher Trendcafés oder Szenebars zu einem reinen überteuerten Ort verkommen lässt.

Der Service ist hier übrigens sehr bemüht aber verständlicherweise auch zu den Hauptzeiten, des fast durchgängig vollbesetzten Cafés gestresst und überfordert. Man kann zwar hier und da den leicht genervten Gast entdecken, der auf seine Karte oder die Rechnung wartet, doch ist in einem prallbesetzten Café mit Restaurant auch schwer korrigierbar und trägt durchaus auch zum Charme des Café Luitpolds bei.

Zum Schluß seien hier noch die wahrhaftig guten Baumkuchenecken erwähnt, die man IMMER mitnehmen sollte, nur bitte nicht auf die Idee kommen und den Preis à 100g ausrechnen…

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~ von budisfoodblog - März 19, 2011.

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