Kochen nach Wolfram Siebeck


Mehrmals im Jahr erscheinen vom Feinschmecker sogenannte Bookazines mit Schwerpunkt auf einem bestimmten Thema oder Rezepten von Köchen.

Nachdem das Bookazine mit Rezepten von Wohlfahrt und kulinarischen Überlegungen von Jürgen Dollasse, vorerst doch sehr komplex und vor allem zeitintensiv ausgelegt ist, wurde das Bookazine mit 45 Rezepten von Wolfram Siebeck ausprobiert.

Bei den Rezepten handelt es sich um nichts anderes als eine Auswahl der Rezeptvorschläge, die Siebeck im Laufe der Jahre im Feinschmecker unter dem Titel „Siebecks Lektionen“ veröffentlicht hat. Die Rezepte haben den Anspruch, gut aber gelingbar zu sein. Mit anderen Worten, handelt es sich hierbei um 45 Rezepte, die sowohl für absolute Kochanfänger geeignet sind, jedoch trotzdem auch dem geneigten Feinschmecker Spaß machen und schmecken.

Man findet hier von der Königsberger Klopse über die klassische Mousse au Chocolat bis hin zum Hühnereintopf mit Morcheln oder Wirsingtopf mit Lamm allerlei Rezepte.

Die Krönung des Bookazines besteht eigentlich aus zwei großen Menüs (Menü A+B), wobei das eine „anspruchsvoll“ sein soll und das andere „bürgerlich“.

Die Rezepte sind größtenteils sehr gut durchdacht, bestehen aus Zutaten, die man problemlos auf dem Markt besorgen kann oder auch auf die Schnelle im Supermarkt. Natürlich zwingt Siebeck auch mit wundervoll vorwurfsvollem Ton zu besten Produkten, fein ausgesucht und legt damit einen Grundstein für gutes Kochen.

Siebecks Beschreibungen setzen genau da an, wo ein Einsteiger mit kulinarischen Ansprüchen es braucht. Meistens werden die Gerichte erst beschrieben. So erklärt Siebeck, wieso eine gewisse Gurkensorte sich hierfür weniger eignet, oder welches Huhn für den Fond ausreicht und welches nicht. Hier kommt vor allem auch Siebecks eigener Geschmack stark durch. Die Handschrift ist einfach unverkennbar und höchst amüsant wird ein Rezept, wenn Siebeck z.b. beschreibt wem seine Apfeltarte nicht schmecken wird.

Die Rezepte lesen sich alle wie ein Artikel. Man hat das Gefühl, als würde einem die Großmutter ein Rezept auswendig aus dem Kopf beschreiben und dabei auch auf Details eingehen, die beim Kochen wichtig sind.

Jedenfalls kann Siebeck sehr verständlich für Anfänger erklären, wieso dieser und jener Schritt getan werden muss. dabei zeigt er auch Alternativen auf oder erklärt, was passieren würde, wenn man gewisse Schritte eben nicht so machen würde, wie beschrieben.

Nach jedem Rezept hat man gelernt, versteht die Zubereitung und hat nicht nur stur Schritte abgeklappert, ohne diese zu verstehen. Das ist eigentlich das schöne.

Die bisher gekochten Gänge haben jedenfalls alle sehr gut geklappt und Spaß gemacht!

Hier die Resultate:

Gurkensuppe mit frischem Lachs

Eine feine und leichte Suppe auf Basis einer Hühnerbrühe. Hauptbstandteil sind die Gartengurken und natürlich der frische Lachs.

Die Suppe wird verfeinert mit etwas gemahlenem Chili, Sahne, Curry, Zitrone und fein gehacktem Dill

Poularde in Riesling

Eine absolut köstliche Poularde in einer noch köstlicheren Rieslingsahnesauce, die eine unglaubliche Tiefe durch den selbstgekochten Fond erfährt.

Dazu gibt es schmale Bandnudeln und frische in Butter gebratene Champignons. Ein schön leichtes Gericht.

Hühnereintopf mit Spitzmorcheln

Das bisherige Highlight und vielleicht das interessanteste Gericht für einen Kochanfänger, da man hier vor allem lernt, wie wichtig Produktqualität beim Kochen ist. Wunderbare leichter und intensiver Eintopf.

Gâteau Berbelle

Ein feiner intensiver Schokoladenkuchen mit einem Schuss Rum, gestiftelten Mandeln und frisch geschlagener gezuckerter Sahne.

Der Kuchen muss einen Tag lang in Alufolie eingewickelt durchziehen. Die Mandeln sind leider etwas schwarz geworden, jedoch durch einen Fehler meinerseits.

Des Weiteren wurde eine klassische Apfeltarte unter Siebecks Anleitung ausprobiert:

Tarte normande

Leichte Tarte die ob ihrer Säure, die sie aus den Äpfeln zieht und der Süße aus der Marillenkonfitüre fasziniert.

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~ von budisfoodblog - Juni 20, 2011.

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