K.u.K. Hofzuckerbäcker DEMEL, Wien


Der „K.u.K. Hofzuckerbäcker Demel“ befiindet sich in Wien direkt gegenüber der Hofburg und ist damit ein beliebtes Touristenziel geworden.

Der Demel gehört zu den bekanntesten Kaffehäusern Wiens und hat nicht zuletzt durch den berühmten Streit um die originale Sacher/ Demeltorte Berühmtheit erlangt. Doch darauf möchte ich hier gar nicht weiter eingehen.

Betritt man den Demel, so wird einem Eingang gewäht in eines der stilvollsten Kaffehäuser. Im Eingangsbereich findet man ein wundervolles im Rokokostil eingerichtestes Zimmer vor, mit einer vor Torten berstend vollen Theke. Die Naschereien zeigen auch, dass es sich hier um einen ehemals königlich und kaiserlichen Hofzuckerbäcker handelt. Viele Torten und Kuchen findet man so nämlich auch in den großen Cafés in Budapest vor. Kunstvolle Inszenierungen wie Apfelstrudel, Dobostorte, Esterházy-Torte und russische Punschtorten, bringen hier jeden Besucher in Verführung. Die Demeltorte darf hier natürlich nicht fehlen.

Möchte man sich im ersten oder zweiten Stock des Demels niederlassen um einen Einspänner zu genießen, so hat man vor Besteigen der Treppe, die Möglichkeit Einblick in die verglaste Backstube zu bekommen. Hier werden routiniert täglich hunderte an Naschereien gefertigt.

Im Demel kann man neben der Patisserie, auch kleinere Speisen zu sich nehmen. Auch wenn man dies vorerst nicht vermutet, so sind diese wirklich von überzeugender Qualität. Gerichte wie  Erdäpfelsuppe mit Speck, gerächerter Karpfen, Kalbsrahmgulasch oder Rinderfilet  in Pfeffersauce, lassen das Herz für Freunde deftiger Speisen aufblühen. Denn bei all den Naschereien, passiert es schnell, dass man sich übernimmt und den süßen Geruch so schnell nicht mehr riechen kann.

Besonders überzeugt hat mich  der Huhn-Nudel-Briesauflauf. Nicht nur weil man Bries leider viel zu selten serviert bekommt außerhalb besternter Restaurants, sonder auch weil dieses Gericht perfekt zubereitet wurde. Die cremige Textur und die krosse Käseplatte mit dem Bries, sind eine wahre Verführung!

Doch  der Hauptgrund hierher zu kommen,sind natürlich die süßen Torten. Neben einem wunderbar saftigen Mohnstrudel, konnte ich eine weitere Spezialität auf höchstem Niveau genießen, die ich ursprünglich aus Ungarn kenne, jedoch hier in Perfektion serviert bekam: Krémes oder auch Ruszwurm Cremeschnitte genannt. Eine Schnitte aus Blätterteig bestehend, welche gefüllt ist mit einer Vanillecremeschicht, die mit Eischnee aufgelockert wird . Anschließend wird das süße Gebäck mit Zuckerguss oder Puderzucker überzogen und kann am ehesten mit Bienenstich verglichen werden.

Der Service im Demel ist äußerst nett und hilfreich. Insgesamt mag man sich hier noch stärker  von Touristen umgeben fühlen,als im Cafe Central. Das verwundert nicht, doch man muss es wissen. Die Preise sind trotz all dem angemessen, wenn auch keinesfalls günstig.

Somit ist der Demel für mich nicht nur eine Pflichtadresse, sondern ein durchaus sympathisches Café und weiterer Beweis, dass die Wiener Kaffehäuser,anders als vielleicht in Budapest, mit dem Massentourismus umzugehen wissen und trotz hohem Andrang nicht die Qualitätsschraube nach unten drehen.

Die Seele des Demels bleibt somit, sofern es die Umstände erlauben, noch erhalten!

K.U. K HOFZUCKERBÄCKER
CH. DEMEL‘ S SÖHNE GmbH

Kohlmarkt 14
A-1010 Wien

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~ von budisfoodblog - September 13, 2011.

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