Württemberg: Drautz-Able Riesling 1999, im Barrique gereift


Mein zweiter Wein vom Weingut Drautz-Able aus Heilbronn:

Nun ein gereifter Riesling. Die Besonderheit hieran liegt im Ausbau. Denn dieser findet im Barrique statt. Das Weingut Drautz-Able gehört nämlich zur Winzervereinigung „HADES“. Deren Ziel ist es, den teilweise hierzulande verpönten Barriqueausbau zu fördern und bekannter zu machen.

Zum Glück kommt die Message auch im Glas an. Der dunkelgelbe Riesling präsentiert sich gehaltvoll und trocken. Im Abgang kommen dann Aromen von Cashew-Nüssen durch und auch das Barrique. Ganz am Ende des sehr langen Abgangs lässt sich noch ein Quäntchen Zitrus finden.

Der Wein zeigt sich für einen Riesling untypisch, auch wenn die Frische hier erhalten bleibt. Es handelt sich hierbei um einen eher schweren Wein, der aber ausgewogen schmeckt.

Es ist ein gelungener Wein, der eben ganz andere Aromen zeigt und letztendlich das Gegenstück zu den leichten mineralischen Rieslingen darstellt. Deshalb verwirft  das Konzept für mich den Terroirgedanken komplett. Wiederrum zeigt dieser Riesling auch, dass die Betonung von Barriqe im Wein auch hier seine Berechtigung hat.

Die Ideale Begleitung fand der Wein zu Kalbsgeschnetzeltem mit Champignons und anbei serviertem Apfel-Karottensalat.

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~ von budisfoodblog - Oktober 30, 2011.

3 Antworten to “Württemberg: Drautz-Able Riesling 1999, im Barrique gereift”

  1. Sehr mutig ;-), aber auch extrem interessant. Bestimmt nix Alltägliches.

  2. War tatsächlich ein ganz individueller Wein. Doch allgemein glaube ich, eignet sich der Riesling weniger für solche „Spielereien“. Wie angedeutet, verliert sich so der Terroirgedanke und ich kann mir vorstellen, dass in der Gesamtheit so ziemlich viele tolle Tröpfchen durch die starke Betonung im Barrique „gleichgewaschen“ werden würden.

  3. Kann ich nur zustimmen. Von dieser Mode sind die meisten Weingüter anfang des neuen Jahrhunderts wieder weggekommen. War anscheinend mal voll in. Ich denke, dass es so aber besser ist. Riesling hat es wohl doch schwer gegen das starke Holz anzukommen. Da bleibt die „Gleichwaschung“ nicht aus, Vom Experimentgedanken aber dennoch interessant. Ich hab leider nur wenige und wenn dann schlechte Erfahrungen damit gemacht. Wobei einigermaßen objektiv gesehen der Barrique Riesling von Molitor schon seine Qualität hatte (relativ wenig Eiche).

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