LEON – Natürlich Fastfood


Über den Autor und Journalist Mario Scheuermann bin ich auf dieses feine Buch aufmerksam geworden. Es wurde dieses Jahr vom deutschen Institut für Koch-und Lebenskunst zum „Kochbuch des Jahres“ gewählt.

Hinter diesem Buch stecken die Autoren Henry Dimbleby und John Vincent, die in London nun mehrere „LEON-Restaurants“ erfolgreich führen.

Das Buch wurde sehr aufwändig gestaltet und zeigt eine gelungene Kombination aus Rezepten, Design und Layout. Das wichtigste schafft dieses Buch auch, indem es den Leser animiert daraus zu kochen und auch die Idee hinter dem Buch zu verstehen.

In dem gut 300 Seiten umfassenden Buch, wird das Thema Fastfood ausführlich und in all seinen Facetten beleuchtet. Natürlich kein Fastfood im konventionellen Sinn, sondern ehrliches, einfaches und raffiniertes Essen.

Deshalb ist das Buch in mehrere Kapitel gegliedert. Anfangs kann man eine Art Crashkurs bekommen, der den ungeübten Koch darauf aufmerksam macht, wie er mittels diverser Techniken, schneller in der Küche kochen kann. Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit dem Anbau von nützlichen Kräutern im Garten oder auf dem Fensterbrett. Ganz zu Beginn findet man eine Art Speisekammer, mit den nützlichsten und vielfältig einsetzbaren Zutaten, die man immer im Haus haben sollte.

Schnell wird klar, dass es sich hier um eine Lebensphilosophie, um ein kulinarisches Gesamtkonzept handelt. Deshalb ist der Fokus auch auf saisonales Essen gerichtet. Insgesamt gibt es viele Rezepte mit Gemüse, das Fleisch wird oft zur Beilage.

Alle Rezepte sind sehr übersichtlich aufgebaut. Man kann anhand von Symbolen sofort erkennen, ob das Essen tierische Fette enthält oder z.b. glutenfrei ist. Außerdem steht über jedem Rezept die Zubereitungs- und Kochzeit.

Das erste Kapitel startet ganz logisch beim Frühstück. Hier bekommt man kreative und schnelle Rezepte geliefert, vom in weniger als 5 Minuten zubereiteten Rosenmarmeladenjoghurt, bis hin zum Sonntagsfrühstück aus Pancakes mit diversen Toppings.

Weiterhin findet man unter jedem Rezept eine Hand voll Tips zur Zubereitung oder alternativen Lebensmitteln, wenn man die genannten mal nicht auftreiben kann.

Das nächste Kapitel behandelt den Hauptteil des Buches: „Schnelles Mittagessen“.

Hier werden Rezepte gezeigt, die weniger als 20 Minuten Zubereitungszeit brauchen. Es sind auch Rezepte dabei, die durch die Kochzeit bedingt etwas länger dauern, doch das ist aus dem Rezept schnell ersichtlich. Hier werden vegetarische Gerichte, schnelle Suppen, Gerichte mit Fleisch als Beilage, schnelle Currygerichte oder „Vorratskammer-Klassiker“ präsentiert.

Für den hungrigen Studenten, der noch abends um 22 Uhr schnell etwas kochen möchte, gibt es die „Corner Shop Classics“. Das Kapitel bechäftigt sich mit Gerichten aus Produkten, die man mit an fast jedem Kiosk erhält (z.b. der „Ultimative Pilz-Toast“).

Ein absolutes Highlight und mittlerweile fast Lieblingsrezept von mir, stammt aus diesem Kapitel. Es heißt „Johns Thai Curry“ oder auch als „grünes Curry“ bekannt. Ein absolut einfaches aber sehr leckeres Gericht, für alle, die es sehr scharf mögen.

Für heiße Sommertage gibt es das Kapitel „Sommerquickies“. Hier werden raffinierte Grillgerichte, Picknick-Snacks, Coole Drinks, Rohkost, Salate und Eis besprochen.

Darunter finden sich dann Rezepte, wie die tranchierte Lammkeule mit Pfefferminzsauce, ein gefülltes Picknickbrot, kalter Gurken-Limetten-Drink oder Mangoeis am Stiel.

Das für Eltern sicherlich interessante Kapitel „Kochen mit Kindern“, präsentiert nicht unbedingt die gesündesten Rezepte, bringt dafür aber die Kinder zum Essen. Deshalb finden sich hier viele Rezepte, die man mit den Händen essen kann, denen aber trotzdem nicht der nötige Pfiff fehlt. Eines meiner Lieblingsgerichte aus dieser Sparte sind „Lamm-Aprikosen-Bällchen“. Man findet hier auch die allseits beliebten Fischstäbchen. Nur hier werden diese aus Lachsfilet frisch zubereitet und paniert. Ein weiteres, sehr leckeres Rezept, sind sicherlich die „Schinken-Käse-Muffins“.

Und hier sind wir erst bei der Hälfte des Buches angelangt. Die zweite beschäftigt sich mit Kuchen (z.b. Rharbarber-Amaretti-Tarte mit 5 minütiger Zubereitungszeit und 30min. Garzeit), Desserts und Partyfood.

Einen Großteil nimmt hier das Thema „Slow Fastfood“ ein. Hier werden Gerichte präsentiert, die lange Zeit benötigen, aber gut im Voraus zubereitet werden können oder am nächsten Tag schnell aufgewärmt schmecken. Hier finden sich leckere Schmorgerichte, wie ein „Huhn mit 100 Knoblauchzähen“ oder „Chili con carne“. Rezepte, die man in stressigen Zeiten gerne isst, nachem man sie entspannt zubereitet hat.

Ganz zum Schluss erfährt man noch im Kapitel „Kühlschranksnacks“ und „Konserviertes Essen“, welche Gerichte sich zum Aufbewahren eignen und welche Produkte sich gut zum „Einwecken“ anbieten. Hier bekommt der geneignte Leser noch einmal eine Hand voll Inspiration mit auf den Weg.

Dieses wunderbare Buch empfehle ich übrigens allen Studenten. Es erfüllt alle Kriterien, sofern man ein klein wenig Aufwand beim Auftreiben der Zutaten betreiben will. Der Kochspaß kommt von selbst. Versprochen!

 

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~ von budisfoodblog - November 19, 2011.

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