Toskana Verkostung an der Hochschule Heilbronn


Am Mittwochabend gab es vom Hochschulverein provino e.V. eine kleine Toskana Verkostung für den Studiengang „Weinbetriebswirtschaft“ an der Hochschule Heilbronn. Darunter waren viele hochwertige Weine.

Hier kurze Eindrücke zu den präsentierten Weinen:

Chianti:

Isole e Olena 2008

Paolo de Marchi führt das Weingut und gehört zu denjenigen Winzern, die den Chianti nach Sangiovese schmecken lassen wollen und nicht nach Merlot oder Cabernet.

Deshalb besteht dieser Chianti auch zu 85% aus Sangiovese, den Rest gibt Canaiolo und zugegeben etwas Syrah.

Der nach roten Beeren schmeckende Chianti hat sich im Glas innerhalb weniger Minuten enorm entwickelt. Düfte von säuerlicheren Früchten, wie etwas Johannisbeeren, prägen die Nase. Ein Chianti im klassischen Stil, mit leichten Holznoten, der viel Spaß macht.

Casanuova di Nittardi, Chianti Classico, 2008

Die Weine fallen durch das M-Rothschild-Konzept auf. Hier gibt es mit jedem neuen Wein, ein neues Künstleretikett (2008 von G. Grass!).

Hier ein etwas modernerer Chianti, dichter als der Osole e Olena. Tendiert mehr in die würzige Richtung mit mehr dunklen Früchten.

Le Filigare, Chianti Classico Lorenzo DOCG, 2008 (?)

Chianti zu 100% aus Sangiovese, benannt nach dem Enkelsohn und in französischer Eiche gereift. Ein deutlich würzigerer Wein, etwas runder, wenn der Chianti noch verschlossen wirkt. Es herrschte Einigkeit darüber, dass der Wein noch mindestens 2-3 Jahre liegen gelassen werden kann.

La Brancaia Chianti Classico, 2007

Chianti vom Spitzenweingut Brancaia (geführt von den Schweizern Brigitte und Bruno Widmer). Der „blaue“ erhält seit Jahren Höchstbewertungen. Hier lag die einfachere Version (rot) vor, die aber ebenfalls von Parker mit 90 Punkten ausgezeichnet wurde. Der Chianti besteht zu einem kleien Teil aus Merlot und duftet etwas herber. Das heißt, es geht in Richtung Pfeffer, minimal Rumtopf und vielleicht noch Leder. Am Gaumen dann Lakritze/ Kräuter und Sauerkirschen. Markanter Stil!

Südtoskana:

Cantina Dei, Riserva Vino Nobile di Montepulciano DOCG Bossona, 2004

Ein sehr eleganter Wein, farblich schon leicht orange-rötliche Anklänge. Trinkt sich momentan von allen Weinen am harmonischsten. Samtige Struktur und im Abgang reine, geröstete Kakaobohnen.

Poggio Antico, Brunello di Montalcino DOCG, 2006

Brunello aus kroatischen Eichenfässern. Wieder ein sehr harmonischer Wein, mit eher samtigen Tanninen aus dem Spitzenjahrgang 2006.

Tenuta Dell‘ Ornellaia, le Serre Nuove Bolgheri DOC Rosso, 2008

Ganz zum Schluss gab es dann noch den kleinen Bruder des Kultweins, der einen Vorgeschmack auf das große Gewächs geben soll. Im Vergleich, soll der Ornellaia mehr Terroir zeigen als sein Kollege Sassicaia, der sich dafür feiner und schmeichelnder präsentiert.

Die Tenuta befindet sich nicht mehr im Besitz von Antinori, sonder gehört den Frescobaldis an.

Es zeigt sich zwar, dass es sich hier um keinen einfachen Wein handelt. Doch momentan wirkt der Wein ziemlich marmeladig-süßlich, wenn auch die enorme Konzentration überzeugt.

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~ von budisfoodblog - November 25, 2011.

Eine Antwort to “Toskana Verkostung an der Hochschule Heilbronn”

  1. […] Verkostungsnotizen zu den Weinen aus der Toskana hat Markus Budai (WB 1) auf seinem Blog Budi’s foodblog veröffentlicht. Diesen Artikel […]

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