Meursault: En la Barre 2006, Francois Jobard


Wer sich ins Burgund einarbeiten möchte hat es schwer. Einerseits scheint es unbegreifbar die Komplexität des Burgunds zu verstehen, andererseits kann man schnell enttäuscht werden und dabei den Geldbeutel schmerzlich erleichtern. Eine Kombination die weniger Spaß macht.

Das sich diese Auseinandersetzung aber doch unterm Strich lohnt, zeigt ein Wein wie Francois Jobard aus Meursault.

Der 2006er Chardonnay stammt aus der Lage „En la Barre“, die zwar nicht die Komplexität des “ Clos de la Barres“ haben kann und damit verwechselt werden sollt aber eben auch auf preislich anderem Niveau fährt.

Bei Francois Jobard, dessen Weine etwas Zeit zur Entwicklung brauchen und dadurch gekennzeichnet sind, dass sie lange auf der Hefe liegen, wird nur in sehr geringen Anteilen in neuem Holz eingesetzt, was diesem Chardonnay fantastisch gut tut. Denn er hat reichlich Körper, präsentiert aber eine anziehend mineralische Seite des Chardonnays ohne die Spur von störendem Holz.

Der 2006er Meursault besitzt ein ziemlich anziehend tiefes gelb und funkelt im Glas.

Natürlich merkt man dem Wein seinen höheren Alkoholgehalt an, dafür hat man aber einen kräftigen und schönen Essensbegleiter im Glas. Der Wein riecht etwas nach Aprikosen, Nüssen und zeigt sich am Gaumen gelungen cremig und buttrig, wobei eine Aromatik hinzukommt, wie ich sie von Frühstückseiern kenne.

Der Wein ist gut ausbalanciert und hat eine feine mineralische Note, wie ich sie selten so deutlich gesehen habe.

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~ von budisfoodblog - April 26, 2012.

3 Antworten to “Meursault: En la Barre 2006, Francois Jobard”

  1. Oh ja, die machen sehr schöne Mersault …:-) 🙂
    Den Alkohol hat man hoffentlich doch nicht vordergründig geschmeckt oder? (dein vorletzter Absatz)
    Bei „nur“ 13% wäre das schon erstanunlich…

  2. Nein, keinesfalls wirkt der Wein brandig. Man hat es aber mit einem schwereren Vertreter zu tun, den ich als Essensbegleiter bevorzuge. Alkohol wunderschön eingebunden und hier auch nötig.

  3. Hab ich mir schon gedacht, dass es wohl mit der Körperlichkeit des Weins zu tun hat.
    Wollte nur nachfragen um sicher zu gehen 🙂

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