Ungarn: Szepsy Furmint 2006 (Tokaj)


Für viele mag die Verbindung von Tokaj und trockenen Weinen nicht die typischste Assoziation sein, doch wer die Entwicklung ungarischer Weine etwas mitverfolgt, wird immer öfters über derartige Weine stoßen.

Einer der besten Süßweinerzeuger Ungarns, der auch im internationalen Kontext problemlos mithalten kann, ist zweifelslos István Szepsy.

Die Süßweine sind legendär und dementsprechend hochpreisig. Seit einigen Jahren macht Szepsy auch trockenen Furmint und ist damit auch ganz erfolgreich.

Wer noch nie einen trockenen Furmint trinken konnte, dem fällt es schwer die spezielle Aromatik beschreiben zu können. Der Wein ist einerseits entfernt mit den trockenen GG-Rieslingen aus Deutschland zu vergleiche, hat aber eher Parallelen mit Chardonnay aus dem Burgund.

Im Jahr 2012 hat der Wein ein tiefes und sattes gelb und riecht nach Quittensaft und etwas Schwarztee. Eine Spur Kamille lässt sich hier auch noch finden.

Am Gaumen ist der Wein absolut trocken, hat Kraft und Körper und zeigt sich mit herben Noten oxidativ im Ansatz. Nach einem Tag in der offenen Flasche empfinde ich den Wein als harmonischer und bin vor allem von der hinten raus runden und fülligen Art des Weines begeistert, die etwas Holz im Abgang durchkommen lässt. Auch erinnert mich der Wein nun etwas an einen Chardonnay und noch viel mehr an einen Champagner mit hohem Chardonnayanteil.

Das alles macht Spaß, weckt Neugierde und lässt mich diese Spur weiterhin verfolgen!

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~ von budisfoodblog - Mai 14, 2012.

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