Chartreuse V.E.P. jaune


Eigentlich bin ich jemand, der nicht all zu oft Spirituosen trinkt. Obstbrände, Cognac und Co. sind zwar allesamt Spirituosen, die ich hin und wieder gerne trinke, doch so richtig warm werde ich damit auf Dauer nicht.

Etwas anders verhält es sich mit Chartreuse. Auf diesen edlen Kräuterlikör bin ich eigentlich erst so richtig im Sommer aufmerksam geworden. Seitdem gehört der Likör für mich zu meinen absoluten Lieblingen, wenn ich mal keinen Wein trinken möchte.

Hinter dem Kultgetränk steckt eine faszinierende und sagenumwobene Geschichte, die fast 400 Jahrezurückgeht. Noch heute wird der Likör von Kartäusermönchen in Frankreich, bei Grenoble erzeugt. Der Likör besteht aus Alkohol aus Weinauszügen, Zucker und bis zu 130 verschiedenen Kräutern und Gewürzen, wobei das Rezept streng geheim gehalten wird.

Eine weitere Tatsache, die den Likör so interessant macht, ist die Tasache, dass er zu den wenigen Likören gehört, die in der Flasche noch lange weiterreifen können. Das Alter ist bei diesem Likör somit ein maßgebender Faktor für die Qualität und den Geschmack.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Varianten, der Chartreuse jaune und Chartreuse verte. Die grüne Version hat einen höheren Alkoholgehalt und zeigt sich intensiver und herber, während die gelbe Version ein süßlicheres Aroma bei niedrigerem Alkoholgehalt aufweist.

Von beiden Versionen gibt es neben der Standardversion noch eine höherwertige Version, die sogenannten V.E.P.s. Die steht für „Vieillissement Exceptionnellement Prolongé“ und bedeutet, dass der Likör in kleineren Eichenholzfässern heranreift und auch eine längere Lagerung erfährt, wodurch die Liköre noch facettenreicher werden.

Ich bin besonders von der gelben V.E.P.-Version angetan. Dabei verhält es sich mit den beiden Varianten in etwas wie Kaffe zu Espresso. Während ich die grüne Version für einen intensiven und kurzen „Schuss“ bevorzuge, gefällt mir die gelbe Variante auf Eis und in größerer Menge etwas besser.

Bei der gelben Variante, bevorzuge ich es, den Likör mit Eis herunterzukühlen, da er mir bei Zimmertemperatur nicht so sehr gefällt (hier eignet sich die grüne Chartreuse mehr). Die gelbe Variante ist tatsächlich im Glas deutlich gelb, wobei sich ganz leicht ein Grünton einschleicht und von sirupartiger Konsistenz Was die Chartreuse in der Nase abgibt, wird auch geschmacklich weitergegeben. Ein potpourri diverser Kräuter strömt einem entgegen. Am Gaumen kommt dann eine deutliche Süße hinzu, die das Getränk aber sehr harmonisch macht. Diese Konzentration und Vielschichtigkeit an würzigen Kräutern macht den Likör so interessant.

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~ von budisfoodblog - Dezember 5, 2012.

4 Antworten to “Chartreuse V.E.P. jaune”

  1. Bartender´s Choice Nummer Eins. Unschlagbares Produkt.

  2. Meiner Meinung eignen sich dazu nur die „Basis“produkte.
    Ich selber schätze beide Produkte sehr im Mix und einige meiner liebsten Getränke beinhalten Chartreuse.
    Die beiden höheren Qualitäten sind durchaus sehr gut, nur eben (wie von dir ja erwähnt) besser für den pur Genuss geeignet. Was nicht heisst, dass man die Standards nicht pur trinken kann, ganz im Gegenteil.

  3. Ich glaube auch, dass das mehr oder weniger das Fazit im Bericht bei Trinklaune war…

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