Jamaica Blue Mountain Kaffee


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Bohnen: 100% Arabica von der Wallenford Coffee Company

Rösterei: Kaffeehaus Hagen, Heilbronn

Ziehzeit: 4 min. +

Mahlgrad: French Press, grob

Kaffeemenge: 55 g/l – 65 g/l

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Jamaica Blue Mountain Kaffee ist nicht nur einer der besten und rarsten Single Origin Kaffees, er wird auch oft als die Referenz für vollendeten Kaffee aufgezählt. Auch handelt es sich wohl um einen der bekanntesten Premiumkaffes. Doch anders als beim kultigen Kopi Luwak, steckt hinter diesem Kaffe für mich mehr als nur eine einzigartige Entstehungsgeschichte, die für hochpreisige Bohnen mit einem Kilopreis von durchschnittlich 100€ sorgt. Anbaubeschränkungen und die unvermeidliche Handlese sind maßgebende Faktoren für den hohen Preis dieses Kaffees.

Die Bohnen der Rarität stammen aus Jamaica und wachsen auf den sogenannten „Blue Mountains“, einem Gebirgszug, der sich quer durch das Land zieht. Besonderheit ist hierbei die beachtliche Hohe der Bäume, die sich zwischen 900m und 1700m befinden. Neben dem tropischen Klima und fruchtbaren Böden, sorgt auch der (namensgebende bläuliche) Nebel für perfekte Wachstumsbedingungen und langsame Reife. Eine weitere Besonderheit ist die Auslieferung der hochwertigen Bohnen in Holzfässern, anstatt Säcken.

Für mich zeichnet den Jamaica Blue Mountain vor allem eine vollmundige und betont fruchtige Note aus, die ich so bislang in keinem anderen Kaffee entdecken konnte. Außerdem ist der Kaffee keinesfalls kantig und stark. Viel mehr zeichnet ihn eine tolle Eleganz aus. Denn der ausgewogene Kaffee hat keinerlei herbe Noten, sondern stets ein rundes und harmonisches Geschmacksbild. Hinzu kommt eine feine Säure. Diese unterstützt den grünfruchtigen Charakter, der durch eine ganz leichte Karamellnote (aber keinen herben Kakao) unterstützt wird. Für die French Press kann man auch ruhig etwas mehr Bohnen als üblich verwenden. Dies bringt den Charakter prägnanter in die Tasse, wobei dem Kaffee meinen Erfahrungen nach eine Mehrdosierung nicht schadet.

Anfangs empfand ich den Kaffee ein wenig mild. Als die Bohnen dann jedoch ausgegangen sind und ich wieder anderen Kaffee benutzt habe (in diesem Fall den eigentlich doch sehr würzig-kräftigen Yirgachäffe aus Äthiopien) zeigte sich erst die Komplexität dieser Bohnen. Denn der andere Kaffee wirkte dagegen deutlich eindimensionaler.

Wenn die Bohnen also von einem verlässlichen Röster stammen und die Qualität passt, man also frisch geröstete Bohnen anstatt Ladenhüterware bekommt, möchte ich jedem Kaffeeliebhaber diesen Genuss ans Herz legen. Da die Bohnen hochpreisig und rar sind, bekommt man meistens auch schon Kleinstabfüllungen von 100g, wodurch sich die Kosten deutlich im Rahmen halten.

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~ von budisfoodblog - Januar 9, 2013.

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