Sancerre: Pascal Cotat Les Monts Damnés 2009


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Die „Monts Damnés“ zeichnen sicherlich in Sancerre die bekannteste Lage. Die „verfluchten Berge“ liegen in Chavignol und verdanken ihren Namen der anstrengenden Bewirtschaftung. Diese sagenumwobene Lage teilen sich mitunter drei ebenso grandiose Winzer: Didier Dagueneau, Gérard Boulay und die beiden Cotats.

Diese Sauvignon blancs, dessen Reben auf Kalksteinböden mit fossilen Ablagerungen wachsen, kennzeichnet eine grandiose Lebensspanne. Pascal Cotat besitzt nur etwas mehr als einen Hektar an Rebfläche in dieser Lage und nach meinem Wissensstand auch die ältesten Rebanlagen.

Der Sancerre aus 2009 besitzt ein helles transparentes gelb und zeigt sich farblich frisch. Die Nase wirkt verhalten, nicht so provozierend wie typische Sauvignon blancs aus Neuseeland. Ich rieche eine ganz leichte Petrolnote und grünen Tee.

Am Gaumen zeigt sich der Wein grandios. Er ist eher auf de mineralischen Seite, trocken, ja betont salzig. Außerdem wirkt er nussig und besitzt eine schöne Länge hinten raus. Des Weiteren schmecke ich eine minimale Bitterkeit in Richtung von Bittermandel. Spontan assoziiere ich auch grüne Nüsse, wie man sie am Haselnussbaum kennt, dessen Früchte noch nicht reif sind. Der Sancerre hat eine mittelkräftige aber ordentliche Säure und Zitrusaromatik. Er klingt frisch am Gaumen aus.

Seine wahre Größe zeigt sich in der fantastischen Kombination zum Essen mit dem Saibling in Butterlimonensauce mit Kartoffelblini und Saiblingskaviar. Es ist genau diese Unaufdringlichkeit, die diesen Wein auszeichnet und zum Essen aufblühen lässt.

budisfoodblog_saibling_limonenbuttersauce_wohlfahrt

getrunken im Februar 2013, aus dem Zalto Weißweinglas

 
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~ von budisfoodblog - April 10, 2013.

3 Antworten to “Sancerre: Pascal Cotat Les Monts Damnés 2009”

  1. Ich habe den Les monts damnes von Francois Cotat im Keller. Ist dieser identisch mit dem von Paul Cotat? Das Etikett ist zumindest haargenau dasselbe.

    Grüße ralph

  2. Hallo Ralph,

    nicht ganz!
    Die Cotats sind Brüder und haben früher den gleichen Wein gemacht. Aus gesetzlichen Gründen war dies aber später nicht mehr erlaubt und nun produzieren die Söhne ihre eigenen Weine unter dem fast identischen Label.
    Wenn ich es richtig im Kopf habe, so stammt der Wein von Pascal Cotat noch aus der ursprünglichen Domäne, während Francois neue Kellergebäude hat.
    Die Weine sind aber fast gleich. Francois Cotats Monts Damnés ist allerhöchstens einen Ticken süßer, bzw. der Sancerre von Pascal Cotat ist der etwas mineralischere, trockenere.
    Beide Weine sind großartig und haben viel Kraft für weitere Jahre! 🙂

  3. Vielen Dank für den guten Tipp! Der ist richtig lecker 🙂

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