Egon Müller: Scharzhofberger Kabinett 2007


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Eine Flasche von Egon Müllers Scharzhofberger Kabinett aus 2007 habe ich bereits relativ früh nach der Auslieferung verkostet und war damals sehr angetan (->Klick).

Gleichwohl muss gesagt werden, dass sich die wahre Stärke sämtlicher Weine, ja selbst des einfachen Scharzhof QbAs erst nach einigen Jahren der Reife zeigt, was ich erst lernen musste und sich mit dem in diesem Jahr angestandenen Weingutsbesuch bestätigt hat (Artikel folgt).

Um so mehr habe ich mich gefreut, nun drei Jahre später in den Genuss einer etwas reiferen Flasche zu kommen und zu schauen, wie sich der Wein entwickelt hat.

Egon Müllers Kabinett gehört für mich alljährlich zu den besten Kabinetts-Rieslingen. Das liegt nicht nur daran, dass dieser Wein grandios reifen kann – kürzlich konnte ich einen hochkomplexen 1990er Scharzhofberger verkosten- sondern auch die typischsten darstellt. Hier findet man fast nie zu dicke, spätleseartige Weine, sondern einen glasklaren Kabinettstil.

Der 2007er tanzt sogar ein bisschen aus der Reihe. Schon in der Jugend auffallend exotisch und von reifer Frucht geprägt, zieht sich diese Aromatik auch mit fünf Jahren Reife weiter.

In der klaren Nase vermischen sich Passionsfrucht mit zarten Blüten, die hier deutlich zur Geltung kommen.

Am Gaumen treffen dann Süße und Säure in gleichen Anteilen aufeinander. Der Kabinett wirkt aromatisch reif und exotisch mit reifer Melone, Pfirsichen, nicht jedoch sirupig und überreif. Klar, schlank und extrem lang klingt er auf der Zunge aus und hinterlässte den mineralischen Touch, der auch in der Nase bemerkbar ist.

Dabei wirkt er noch völlig frisch, stets knackig und jung.

Momentan lässt sich der 2007er Kabinett mit seiner reifen Frucht und zugänglichen Nase ideal als Aperitif einsetzen. Noch deutlich von der Restsüße geprägt, jedoch durch die Säure wunderbar ausbalanciert und erfrischend, wirkt der Kabinett belebend.

Während ich sagen würde, dass der 2007er zu den sehr guten Scharzhof-Kabinetten gehört, könnte man hier allenfalls die etwas reifere, verwaschene Frucht in Frage stellen, die hier jedoch in jeder Hinsicht gut zur Geltung kommt.

getrunken im Mai 2013, aus dem Zalto Bordeauxglas

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~ von budisfoodblog - November 14, 2013.

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