Coche-Dury Meursault Les Rougeots 2004


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Der „Les Rougeots“ der Domaine Coche-Dury entspringt nicht wie man etwa vermuten könnte einer 1er Cru Lage. Hierbei handelt es sich um eine Dorflage in Meursault (Weinlagen-Info). Bei einer Domaine wie Coche-Dury hat dies natürlich weniger Bedeutung. Die Lage, in der man 0,65 Hektar besitzt  wurde gerade durch Jean-François bekannt gemacht. Die ältesten Reben wurden 1943 gepflanzt.

Vor wenigen Monaten hatte ich das Glück eine „einfache“ Merusault-Village-Flasche der Domaine aus selbigem Jahrgang zu trinken (Link). Für mich kurzum einer der besten Chardonnays, die ich bis dato getrunken habe. Umso spannender war es, nun den Village-Wein mit dem Dorflagen-Wein zu vergleichen und somit die Lagencharakteristik einzufangen.

Der Rougeots besitzt eine helles und funkelndes gelb und zeigt sich völlig klar im Glas.

In der Nase springen einem die typischen Meursault-Noten entgegen. Also zuerst viel Kalk und feine geröstete Haselnüsse, etwas Brioche und erst dann eine völlig klare, weder grüne noch überreife gelbe Frucht.

Am Gaumen hat man dann wieder einen völlig unaufdringlichen, leicht verständlichen Chardonnay der jedoch irritierender Weise extrem viel zu bieten hat ohne üppig zu wirken. Viel Extrakt in Form von fast einschneidenden kalkigen Noten, eine feine und lebendige Säure, bei enormem Druck. Die Frucht spielt eine untergeordnete Rolle, geht in Richtung von Pfirsich und nur ein klein wenig Mirabelle und Zitrus. Dazu gesellen sich Lindenblüten und die bereits in der Nase wahrnehmbare Röstaromatik von Mandelblättchen. Mehr dominiert hier die Struktur des Weines.

Der Meursault wirkt extrem konzentriert, vor allem nach dem Antrunk. Der Abgang gestaltet sich nicht übermäßig lange. Viel mehr performt der Wein im Mittelmund.

Im Vergleich zum 2004er Village-Chardonnay, empfinde ich die Dorflage als ein wenig kantiger am Gaumen. Der Village war auf absolutem Trinkhöhepunkt, harmonisch und vielschichtig. Der „Rougeots“ besitzt da etwas mehr Kanten und Ecken, vielleicht auch etwas mehr Potenzial, ist aber nicht ganz so zugänglich.

In jeder Hinsicht aber handelt es sich um ein absolutes Weinmonument.

getrunken im November 2013

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~ von budisfoodblog - Dezember 6, 2013.

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