Jacques Lassaigne Champagner – und die perfekte Speisenkombination


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Avocado-Lachs-Sashimi mit Sesam-Mayo und warmem Basmatireis und „Les Vignes De Montgueux“ Blanc-de-Blanc- Champagner von Jacques Lassaigne. So sah meine kürzliche Traum Champagner-Essens-Kombination aus.

Der Extra Brut Champagner stammt vom Champagnerwinzer Lassaigne der mit seinen Chardonnay-Champagnern so etwas wie die Montrachet-Lagen der Champagne besitzt. Im kleinen Örtchen Montgueux wachsen die Chardonnayreben auf kreidehaltigen Böden und ergeben rassig-mineralische Champagner. In Verbindung mit der geringen Dosage, einem teilweisem Ausbau im Eichenholzfass, findet man hier puristische Champagner die nicht umsonst an großartige weiße Burgunder erinnern.

Der  „Les Vignes de Montgueux Extra Brut“ macht den Einstieg ins Sortiment. Ich habe ihn spontan gekauft, nachdem ich bereits die Spitzenerzeugnisse aus dem Hause kannte. Diese haben mich bislang alle überzeugt. Mit einem Preis von knapp 30€ habe ich mir einen vernünftigen Champagner erwartet, nicht jedoch einen derartig erstklassigen und von der Handschrift des Winzers geprägten, wie ich ihn hier im Glas hatte. Ich muss sagen, in letzter Zeit haben mich wenige Einstiegschampagner (z.b. die Cuvée 734 von Jacquesson oder Agraparts Terroirs) derartig überzeugt, wie dieser.

Im Glas gibt der Champagner ein helles, blasses gelb ab. Die Perlage ist sehr fein, die Schaumkrone bildet sich gleichmäßig und allgemein prickelt der Champagner auch ohne Moussierpunkt sehr lange im Glas.

In der Nase zeigt sich der BdB-Champagner expressiv und zugänglich. Das Bukett wirkt harmonisch, ich rieche etwas grüne Birne, gerösteten Sesam anstatt opulentes Brioche, grünen Apfel und eine kräutrige Würze. Die Nase ist sehr frisch. Auch kommen hier spontan Assoziationen an einen Spaziergang am Meeresstrand.

Mit dem ersten Schluck zeigt sich der Lassaigne schlank und geradlinig aber nicht hart. Eine frische und knackige Frucht von Pomelo und chinesischer Birne prägt den Champagner der extrem mineralisch ausfällt und nie fruchtig-reif. Man spürt hier den kargen Chardonnay-Charakter wie ein großer Chablis ihn hat.  Am Gaumen wirkt er briochig, jedoch sehr dezent und eher im Hintergrund. Später finde ich noch etwas Zitrus und Kumquats, auch Grapefruit. Die Säure bleibt dabei mild und trotzdem wirkt der Champagner nicht breit. Dieser Lassaigne ist schwebend leicht und subtil. In seiner Preiskategorie mehr als nobel. Dazu trägt auch die Flaschenreife bei. Der Champagner wurde am 11. April 2013 degorgiert.

In seiner so subtilen Art hat er genau dieses milde und introvertierte Essen exzellent begleitet. Die Sesamnoten, die sich auch auf dem Teller wiederfinden, der leicht parfümierte Reis und die grüne Avocado. Dazu gab es noch eingelegten Ingwer und etwas Sojasauce für den rohen Lachs. Das Rezept ist übrigens sehr simpel. Ich habe es aus Stevan Pauls „Schneller Teller“. Das Rezept findet sich aber auch auf der Webseite der effilee.budisfoodblog_effilee_sashimi_lachs_reis

getrunken im Februar 2014, aus dem Zalto Süßweinglas

~ von budisfoodblog - März 18, 2014.

Eine Antwort to “Jacques Lassaigne Champagner – und die perfekte Speisenkombination”

  1. Ein guter Tropfen zu gutem Essen – perfekt….

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