Rheinhessen: Der Jahrgang 2013 im Weingut Keller


Vergangene Woche waren wieder die „Keller Open“ in Flörsheim-Dalsheim. Alljährlich laden Julia und Klaus Peter Keller zur Jahrgangspräsentation ins Weingut ein und präsentieren dort die komplette Sortimentsbreite des aktuellen Jahres.

Warum ich genau über die Kollektion der Kellers schreibe?

Weil diese mir mal wieder vor Augen geführt hat, wie schwierig doch Jahrgangsprognosen im Allgemeinen sind und wie weit in solchen Jahren wie 2013 die Spitze von der Basis auseinander gehen kann.

Keine Frage, 2013 wird, wenn man den Jahrgang in Deutschland anhand der Basis beurteilt, ein sehr schwieriges und kleines Jahr. Geringe Mengen, unreife und dünne Weine, Weine mit wenig Extrakt und solche die zwar Säure besitzen, ansonsten aber mager wirken sowie zu Tode entsäuerte und leblos gewordene Abfüllungen wird man in 2013 finden können. Stark eingreifende Methoden wie das Doppelsalzverfahren mussten teilweise angewandt werden. Kellertechniken, die nicht jedes Jahr angewandt werden und um so mehr Erfahrung bedürfen. Dann gibt es da, wie in fast jedem Jahr wieder Winzer, die auf Nummer sicher gehen wollten und damit kein exzellentes Material eingefahren haben. Das Jahr hat – so ausgelutscht der Spruch klingen mag – den Winzern alles abverlangt. Die Mengen sind klein und blickt man zum Beispiel auf die Saar, schaut es auch nicht besser aus. Der Scharzhof beispielsweise verzeichnet die kleinste Ernte seit 1945 mit 11hl/ha und wird keine Le-Gallais-Abfüllungen auf den Markt bringen können, Dönnhoffs an der Nahe können in manchen Lagen nur ein Drittel der durchschnittlichen Menge abfüllen.

Sollte man 2013 deshalb abschreiben?

Definitiv nicht! Denn damit ist das Jahr gerade dazu prädestiniert, aus den talentiertesten und ambitioniertesten Winzern exzellente Weine herauszuquetschen. Weine die begeistern. Weine die nach Jahren der Lagerung doch beweisen, dass manch Jahrgang sich in der Spitze als größer herausgestellt hat, als vermutet. Denn ganz ehrlich: Greift man zu einer gereiften Flasche aus einem Spitzenjahrgang von einem großartigen Winzer, so mag man vielleicht einen ebenso großartigen Wein im Glas haben, eine Bestätigung. Doch am Ende faszinieren ja doch die vermeintlich kleinen Jahre, wenn sie sich dann als groß erweisen. Überraschungen.

In der Spitze nämlich, da zeigen einige Winzer meiner Meinung nach verblüffend vibrierende Weine, wie zum Beispiel Christian Hermann, an der Mosel, die Kühns im Rheingau oder Emrich-Schönleber an der Nahe. Das hat sich auch schon auf der Weinbörse in Mainz herausgestellt. Wir finden hier Weine, die eine lebendige Säure aufweisen, die jedoch gegenüber 2010 reifer erscheint und besser eingebunden. Es gibt Weine, denen steht ein guter Extrakt entgegen. Und ja: Ich finde, die mineralische Seite kommt in der Spitze im Jahrgang 2013 insbesondere beim Riesling besonders gut zur Geltung. Wenn man den Jahrgang mit den etwas kräftigeren und fruchtigeren 2011ern vergleicht, wird das schnell klar.

Als ich vergangene Woche bei Keller ins Flörsheim-Dalsheim die aktuelle Kollektion verkostet habe, wurde mir auch erneut klar, dass man in nahezu jedem Jahrgang fantastische Weine erzeugen kann. Weine, die sich eben im Typ je nach Jahrgang unterscheiden. Wer auf Rezept arbeitet, wird dies nie schaffen. Und wer einen immer gleichen Weintyp erzeugen will, wird sich schwer tun. Gute Winzer arbeiten mit dem Jahrgang und gehen auf ihn ein. Aus journalistischer Seite und als Sommelier erschwert dies natürlich das Verständnis und die Kommunikation der Arbeitsweisen der Topbetriebe. Feste Maischestandzeiten, die Dauer des Barriqueausbaus und die Frage der Filtration kann eben nicht in jedem Jahr gleich beantwortet werden, können nicht auswendig gelernt werden. Es bedarf jedes Jahr eines genauen Hinschauens und des Dialogs mit den Winzern.

Vor einigen Monaten probierte ich ein Großes Gewächs von Kellers aus 2008. Der Wein war ganz anders als aus 2009 und obwohl ein Jahr älter, um Welten verschlossener als der jetzt schon durchaus erquickende Riesling aus 2009. 2013 schmeckt in Ansätzen nochmals ganz anders, wenngleich ähnliche Nuancen in der gleichen Lage zu finden sind. In 2008 hat Klaus Peter Keller ganz im Koehler-Ruprecht-Style beim unentrappten Riesling lange Standzeiten auf der Maische gemacht. Denn wer an 2008 zurückdenkt, dem fallen gleich die hohen Säurewerte ein. Damit sind diese Weine nun viel verschlossener geworden, werden vermutlich langlebiger sein, sind aber von einer ganz anderen Machart. Weil das Jahr 2008 es so verlangte.

Das ist nur eines vieler Beispiele, die erklären, wie eigenständige und große Weine entstehen!

 

Der Jahrgang 2013 hat den Kellers besonders in die Karten gespielt. Andersherum gesagt, muss man auch sagen, die Kellers haben aus 2013 alles herausgeholt. Denn 2013 liefert hier eine Kollektion, die vor allem in der Bandbreite überzeugt. Mich überrascht vor allem, wie präzise und großartig die trockenen GGs hier  gelungen sind, während diesen ebensolch strahlende edelsüße Weine gegenüberstehen. Als absoluter Freund von restsüßen Moselrieslingen und mit der fast konservativen Einstellung, dass diese genau dort hingehören und anderswo nicht gebraucht werden, muss ich meine Meinung doch ein wenig überdenken, wenn ich an die beiden herrlichen Kabinette vom Hipping und Pettenthal denke. Ich bin mir sicher, dass diese nicht nur jetzt, sondern auch in einigen Jahren mit einer Vielzahl gelungener Kabinette von Mosel, Saar und Ruwer konkurrieren können.

Wie in jedem Jahr überzeugt mich der so verbraucherfreundliche Riesling „Von der Fels“. Hierbei handelt es sich quasi um die Warteposition auf die zukünftigen GGs. In den Wein fließen aus allen GG-Rieslinglagen die jüngeren Reben ein. So lauten zumindest seit Jahren die einschlägigen Beschreibungen zum Riesling. Doch mittlerweile muss gesagt werden, dass diese ebenfalls doch auch teilweise gut 30 Jahre auf dem Buckel haben. Ein Alter, bei dem durchaus viele Winzer schon stolz „Alte Reben“ aufs Etikett schreiben. Der „Von der Fels“ liegt preislich fast bei der Hälfte eines Großen Gewäches. Trotzdem strahlt der Wein. Wie ich lesen konnte, hat sich auf einer 2004er-GG-Nachverkostung eine Flasche aus selbigem Jahr als Pirat tapfer geschlagen. Damit ist klar, dass der Wein auch reifen kann, sofern man es aushält, Flaschen zurückzulegen.

Tribut zolle ich auch dem 2013er Silvaner „Feuervogel“. Diese feinkräuterige und kräftige aber doch so präzise Definition einer Silvaners konkurriert meiner Meinung nach problemlos mit den brillantesten Silvanern aus Franken. Hier würde es mich sehr interessieren, wie sich der „Feuervogel“ mit den Jahren entwickeln wird.

Sehr angetan bin ich auch von den letzten beiden Jahrgängen des „Bürgel“-Spätburgunders (2012 und 2011). 2011 konnte ich blind auf dem Berlin Spätburgundercup 2013 verkosten un empfand den Wein als sehr ansprechend. Klaus Peter Keller arbeitet in 2012 die typische Feinfruchtigkeit des Pinots sehr gekonnt heraus und behält dabei eine kühle Frucht und beeindruckende Präzision. Kürzlich habe ich aus Neugier eine alte Flasche aus 2001 vom Bürgel (ehemals Felix) geöffnet. Das waren die Anfänge und der Wein war für mich ein wenig drüber und deutlich einfach gestrickter als die letzten Jahrgänge. Was sich da über die Jahre getan hat, ist enorm. Die Weine sind quasi qualitativ nicht mehr miteinander gleichzusetzen. Das liegt sicherlich auch daran, dass mitllerweile eine ganz andere Vinifikation stattfindet, deutlich bessere Fässer in Verwendung sind und die Rebanlagen wohl kontinuierlich dichtere und vielschichtigere Weine erzeugen lassen.

Bei den Großen Gewächsen vom Riesling tue ich mich in der Beurteilung verdammt schwer. Denn seit Jahren kann hier die Präzision der Weine nochmals gesteigert werden. Zudem erscheint es mir so, als ob die Weine feiner und geschliffener werden. In 2013 kann ich mich tatsächlich kaum entscheiden, welches GG mir mehr zusagt. Jede Lage hat ihren Charakter! Definitiv an der Spitze sind aber AbtsE und Morstein. Wie oben bereits erwähnt, steht der Säure ein super Extrakt entgegen. Die Weine haben Substanz und sind spannungsgeladen bis zum Ausklang. Mir gefallen sie in diesem Jahr so gut wie noch nie, da sie dank des Jahrgangs extrem niedrig im Alkohol ausfallen. Die GGs sind alle im Schnitt bei 12,0-13 Vol.-% – was kann man sich da mehr wünschen?

Für Schnäppchenjäger bietet in diesem Jahr die Basis hochqualitative Weine zu fairen Preisen. Denn während die GG-Lagen größtenteils verschont geblieben sind, hat es vor allem die Rebanlagen der Basisweine getroffen. Hier sind die Erträge deutlich geringer als sonst. Bei einer solch strengen Auslese, bedeutet das dann folglich eine hohe Qualität im Glas.

keller_von_der_fels_2013_budisfoodblog

Anbei findet ihr noch ein paar verkürzte Verkostungsnotizen und Infos zu den Weinen, die ich verkostet habe:

 

Basis und Mittelsegment:

  • Grauer Burgunder trocken 2013 – graugolden, florale Nase aber auch etwas vom Hefekontakt geprägt, Pampelmuse und Honigmelone am Gaumen, gute Länge.

 

  • Grüner Silvaner trocken 2013 – in der Nase noch verschlossen mit leichter Zitronenzestenätherik, am Gaumen kristallin, wieder schöne Grapefruitaromatik und insgesamt angenehme Saftigkeit, sensorisch ganz leichte Süße.

 

  • Silvaner Feuervogel 2013 – in gebrauchtem Holz ausgebaut. In der Nase noch mehr von der Hefe geprägt als der einfache Silvaner, fülligeres und rauchiges Bukett, am Gaumen vibrierend und ausgewogen, komplex und kräftig, mit vibrierendem Abgang. Große Klasse!

 

  • Scheurebe trocken 2013 – schließt an die geniale 2011er Scheurebe nahtlos an, hat aber eine andere und nicht so exotisch-fruchtige Stilistik wie in 2012 und 2011. Johannisbeere, Blüten und eine leicht grüne Note in der Nase. Am Gaumen klar und geradlinig ob der Säure, mit kräutriger Aromatik, mehr von den Pyrazinen geprägt ohne kitschig zu sein, sehr langer Abgang. Mehr als gelungen.

 

  • Riesling feinherb 2012 – leicht rauchige Nase, ausgewogen und geradlinig. Hohes Niveau für einen Literriesling.

 

  • Riesling trocken 2013 – aus Zukauf. Helle Farbe, klar, in der Nase Birne, Apfel und etwas Steinobst, am Gaumen knackig und ausgewogen. Schöner Trinkfluss.

 

  • Riesling Von der Fels 2013 –  schon lange kein Geheimtipp mehr. Jedes Jahr strahlend und höchst fair bepreist. John Gilman gibt dem Von der Fels gar 93 Punkte. Ich notiere mir starke 90+ und kaufe anschließend wieder eine Flasche davon. In 2013 wundervoll, da nur 12 Vol.-%. In der Nase leichte Radieschenschärfe, Kräuter und zarte Pfirsicharomatik. Am Gaumen rassig, puristisch und voller Spannung. Toller Riesling!

 

  • Riesling S trocken 2013 – noch leicht reduktiv in der Nase, am Gamen gut ausbalanciert aber nicht ganz so lang wie der Von der Fels. Für mich etwas unter dem VdF anzusiedeln.

 

  • Riesling RR 2013 – der RR ist quasi eine Selektion aus dem Kirchspiel vom roten Kalk. Da Klaus Peter Keller im Kirchspiel ausschließlich Lesematerial vom gelben Kalk haben möchte, dürfen wir uns über diesen schönen Riesling freuen. In der Nase sehr zart, spürt man die Cremigkeit des Weines, der etwa 11-12 g/L Restzucker aufweist. Die kalkige Aromatik kommt schön heraus, der Wein ist saftig und lebendig. Ein sehr femininer Riesling. Toll!

 

  • Weißburgunder -S- 2012  – Schöner Holzeinsatz, stoffig am Gaumen. Für mich in etwa vergleichbar mit Fürsts Weißburgunder 2012 vom Centgrafenberg, den ich ebenfalls sehr schätze. Keller -S- 2013 besitzt für mich etwas mehr Röstung und fällt ebenfalls fein aus. Ich ziehe ihm aber dem Vorgängerjahrgang (aktuell) vor.

 

 

Große Gewächse:

  • Riesling Kirchspiel 2013 –  aus fast 50-jährigen Reben. In der Nase zart und sehr klar. Leicht floral, mit Orangen- und Zitruszesten und einer rauchigen Komponente. Am Gaumen von einer Mineralität geprägt, die an feinsten Chablis erinnert, trotzdem von saftiger Frucht begleitet. Das lebendigste Riesling-GG und die femininste Lage.

 

  • Riesling Hubacker 2013 – der Hubacker wirkt dagegen kräftiger, gar ein wenig cremiger, obwohl er trotzdem glasklar und von einer fantastischen Säure geleitet wird, die ihm seinen beeindruckend langen Abgang beschert. Hinten raus erscheint der Hubacker etwas stoffiger als das Kirchspiel.

 

  • Riesling Morstein 2013 – Morstein ist eine Klasse für sich! Ich weiß nicht ob ich die rauchig-präzise Nase mehr schätzen soll oder die kräftige und imposante Aromatik am Gaumen. Etwas Orangenschale, ein saftiger Fruchtmix, muskulöse Säure und fein nuancierte Ananas im Ausklang. Beim Morstein tue ich mich schwer, nicht in schwärmerischer Begeisterung zu baden. Ein Monument!

 

  • Riesling  AbtsE 2013 – Aus einer Parzelle im Brunnenhäuschen. Die AbtsE, die eine schön rauchig-kalkige Nase besitzt, empfinde ich fast als noch nachhaltiger am Gaumen als den Morstein. Die Frucht fällt hier etwas saftiger aus, wirkt gar etwas süßlich. Große Fülle am Gaumen und magische Balance. Dabei wirkt der Wein nie fett, was wohl auch dem geringen Alkoholgehalt zuzuschreiben ist. Spitze!

 

  • Riesling Hipping 2013 – aus der beeindruckenden Niersteiner Lage, die ich vor der Verkostung besucht habe. Hipping wirkt in der Nase offener als die bisherigen GGs und besitzt eine schöne Würze in der Nase. Am Gaumen zeigt sich auch dieser Riesling griffig aber doch ein wenig fetter als das Pendant aus dem Pettenthal. Beeindruckend, wie nahtlos dieser Wein nach wenigen Jahren bereits an die bisherigen GG-Klassiker aus dem Haus anschließt.

 

  • Riesling  Pettenthal 2013 – das GG aus dem Pettenthal verkörpert kandierte und frische Zitrusfrüchte par excellence. In der Nase und am Gaumen habe ich hier einen Mix aus Pampelmuse, Mandarine und kandierter Zitrusfrucht. Die Nase ist schön breitgefächert und lädt zum Verweilen ein, am Gaumen besitzt der Riesling eine schöne Fülle, wirkt etwas reifer als der Hipping.

 

  • Bürgel Spätburgunder 2012 – der Spätburgunder aus dem Bürgel hat eine schöne und klare, tiefrote Farbe mit leicht violetten Anklängen. Am Gaumen findet sich die  Struktur durch das Holz und ein Tannineinsatz, wie ich ihn von einem Spätburgunder erwarte, der gut zehn Jahre und mehr reifen soll und eine klar herausgearbeitete Pinotfrucht, die nicht eindimensional daherkommt, das sie von einer subtilen Würze begleitet wird. Ein kühler Spätburgundervertreter, der Zeit brauchen wird.

 

 

Restsüß:

  • Riesling Pettenthal Kabinett 2013 – meine mehr als unerwartete Überraschung. 2013 hat den Kellers einzigartig restsüße Rieslinge beschert. Pettenthal ist ein echter Bilderbuchkabinett. Nicht zu üppig, animierend und trotzdem komplex. Die Nase hat eine ausgeprägte Schieferwürze, am Gaumen finde ich grüne Apfel, Länge und eine Verspieltheit, wie sie nur ein Kabinett ins Glas zaubern kann.

 

  • Riesling Hipping Kabinett 2013 – Der Versteigerungskabinett ist noch nuancierter als der Pettenthal Kabinett und etwas druckvoller. Die Unterschiede sind in etwa zu vergleichen mit Egon Müllers Scharzhofberger Kabinett und der Alte-Reben-Version, die ebenfalls eine gleiche Aromatik besitzt aber noch druckvoller am Gaumen erscheint. Pettenthal bietet hier für mich mehr Wein im Verhältnis zum Preis. Die Überlegenheit des Hippings wird sich aber vermutlich vor allem nach 10-20 Jahren der Flaschenreife zeigen.

 

  • Rieslaner Spätlese 2012 – zugängliche Nase, verspielte und expressive Aromatik am Gaumen. Ein echter Spaßwein!

 

  • Pettenthal Spätlese 2013 – hat einen echten Prüm’schen Stinker wie alte Rieslinge aus Wehlen. Schöner Grip am Gaumen und ausbalancierte Säure.

 

  • Morstein Riesling Auslese 2013 – Länge und Klarheit kennzeichnen diese gelungene Auslese. Besitzt einen tollen Nachhall. Eine absolut saubere Auslese!

 

  • Pius Beerenauslese 2013 – Pius war meine erste Beerenauslese, die ich getrunken habe und der Einstieg ins Verständnis edelsüßer Weine. Für knapp 16€ ist das alljährlich eine der schönsten Beerenauslesen und eine spannende Möglichkeit, in die edelsüße Weinwelt einzusteigen. Nie ein großer Wein aber immer ein Paradebeispiel für die Verbindung aus edelsüßer Frucht und vibrierender Säure.

 

  • Morstein Riesling Trockenbeerenauslese 2013 – vielschichtige Nase von Honig, reifer Aprikose und Zitronenzeste. Enorm dichte Aromatik am Gaumen und feinste Säure, die der TBA Leichtigkeit verleiht. Langer Nachhall.

 

  • AbtsE Riesling Trockenbeerenauslese 2013 – die AbtsE überragt den Morstein nochmals. Faszinierender Wein und ultrarar. Ein Wein, bei dem man vergisst genaue Notizen zu machen, weil es überflüssig ist.

 

~ von budisfoodblog - Juni 4, 2014.

4 Antworten to “Rheinhessen: Der Jahrgang 2013 im Weingut Keller”

  1. Sehr guter, angenehm sachlicher und inhaltlich differenzierter Beitrag! Chapeau! Lediglich die geniale Hubacker ***Auslese fehlt bei den VKNs.🙂

  2. Ich habe die Keller Open vor 2 Wochen besucht, wie immer eine sehr entspannte Veranstaltung.

    Mein Fazit: in der Breite hat mir bei Keller 2012 besser gefallen, in Bezug nur auf die Rieslinge mindestens so gut wie 2013, aber eine etwas differenzierte Stilistik.

    Die weißen Burgunderweine sind gut, die bessen Qualitäten (WB S) teilweise sehr gut, haben aber – wie immer – keinen Kaufreiz ausgelöst.

    Interessant Dein Eindruck vom grünen Silvaner – eigentlich jedes Jahr ein Pflichtkauf, der 2011er ist aktuell auf dem Punkt und kein bißchen müde. Habe Ihn dieses Jahr aber ausgelassen, da auch mein erster Eindruck sensorisch „süß“ war. Hat sich auch eine Stunde später beim zweiten Verkosten so bestätigt.

    Wirklich toll der 2013er von der Fels, da ist bei mir mehr als eine Flasche im Kofferraum gelandet😉.

  3. Ja, 2012 war generell auch in der Breite gesehen ein sehr gutes Jahr. Von Keller habe ich aus 2012 zum Glück auch noch einige Flaschen eingelagert🙂.

    Was ich bisher an 2013ern getrunken habe ist da deutlich heterogener. Habe mich vor 3 Wochen durch Franken getrunken (VDP Franken Jahrgangspräsentation) und da waren neben wenigen sehr schönen Weinen auch auf der einen Seite viele matte (mMn zu stark entsäuert) und auf der anderen Seite viele von aggressiver Apfelsäure geprägte Weine dabei.

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