Weinwisser: Albrecht Schwegler


Budai_ASchwegler

In der Weinwelt werden aktuell Weine geschätzt, die niedrige Alkoholwerte aufweisen, wenig Barrique-Einsatz zeigen und einen kühlen Charakter besitzen. Herkunftstypische Rebsorten liegen im Trend. Im Remstal in Württemberg produziert ein Betrieb genau gegen den Strom und bleibt damit seiner eigenen Linie treu: Weingut Albrecht Schwegler.Dort werden, so hat die Verkostung gereifter Weine gezeigt, einige der besten Rotweincuvées Deutschlands erzeugt. In der Februar-Ausgabe des Weinwisser, die ab sofort für Abonnenten online zugänglich ist und demnächst auch als Printversion erscheint, berichte ich über das Weingut.

Zur Online-Ausgabe geht’s hier: Weinwisser

 

Anbei ein Auszug der Verkostungsnotizen:

  • d’r Oifache, Weingut Albrecht Schwegler: Dieser Wein ist stets eine trollingerlastige Cuvée mit Beifügung der Grundweine, die es nicht in die Granatfüllung schaffen. Daher eine äusserst hochwertige Cuvée in der Literflasche, die bedenkenlos einige Jahre reifen kann, aber stets direkt nach Veröffentlichung Trinkfreude bereiten soll. Diese Füllung stammt aus den Jahrgängen 2012 und 2013, ist aber immer jahrgangslos. Dunkles Rubinrot. Die Nase verströmt Johannisbeeren und deren Kerne, auch grüne Paprika und etwas Graphit. Am Gaumen äusserst pralle Beerenfrucht mir fleischigem Kern und weicher Tanninstruktur. Eine feine Säure leitet den Wein mit mittlerem Körper und pfeffrigen Noten. Äusserst gelungene Basiscuvée. Ein Wein, der am grossen Tisch bei reger Diskussion wandern soll und dabei in grossen Schlucken genossen wird. 16/20 2016–2024
  • 1999 Granat, Weingut Albrecht Schwegler: Zweigelt, Lemberger, Cabernet Franc, Cabertin. Ausbau in 100% neuen Barriques, sehr dunkles, dichtes Rot. Im Bouquet strömt auf charmante Weise et- was Pferdestallgeruch entgegen, der Wein wirkt ätherisch, zeigt Brombeeren und dunkle Beeren, wirkt bei aller Kom- plexität aber immer noch extrem frisch und jung. Auch am Gaumen ist der Wein höchst vital, man könnte ihn auch 5 bis 8 Jahre jünger einschätzen, er wirkt so gut integriert und harmonisch. Die Proportionen sind perfekt, der Wein ist weich und hat eine ganz klare Blaubeernote, wieder Nelken und Lakritz. Elegant, auch dank der vitalen Säure. Ein ganz grosser Wein, der nie langweilig wird und zweifelsfrei noch Potenzial für die Reife besitzt!  19/20 2015–2025
  • 2003 Solitär, Weingut Albrecht Schwegler: Zweigelt, Cabernet Franc, Merlot. Ausbau in 100% neuen Barriques. Der Solitär ist die höchste Stufe der gutseigenen Klassifikation und immer ein Granat, der aber nur in allerbesten Jahren er- zeugt wird. Bislang gab es im Weingut lediglich zwei Abfüllungen: 1999 und 2003. Der Solitär verbrachte 6 Jahre im Fass. Dichtes Lila mit hellem Rand. Der Wein vereint die Frische des 1999er Granats mit der Kräftigkeit des warmen Jahrgangs 2003. Ausgeprägte Cassis- und Brombeernoten, Graphit und Zedernholz, aber überwiegend eine klare Frucht. Man spürt den langen Holzausbau, denn der Wein hat enormen Tiefgang und besitzt Potenzial für weitere Reife. Ein fast vollendeter Wein, dem es an nichts fehlt. Kann in 3-4 Jahren ein echter Klassiker werden. 19+/20 2017–2030

 

 

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~ von budisfoodblog - Februar 22, 2016.

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