Willi Schaefer: Graacher Himmelreich Riesling 1972


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Unverhofft kommt nicht oft. Aber bei diesem 1972er Riesling aus dem Graacher Himmelreich habe ich nicht mehr viel erwartet. Der Füllstand und die Farbe in der Flasche wirkten zwar ideal. Doch ohne Prädikatsangabe vermutete ich einen Riesling, der aus einem Jahr wie diesem, bereits weit seinen Zenit überschritten hat.

Im Glas liegt dann ein bernsteinfarbener Wein. Der Duft ganz typisch. Leicht rauchig, dahinter verwobene Aromen von Nektarine, Marillenkonfitüre und auch etwas Anis. Am Gaumen dann eine überraschende Vitalität. Die Süße ist noch präsent, die Säure ganz 1972 und vibrierend. Ich hab hier ganz viel reife Pflaume in Darjeelingtee aber eben auch Orangenzeste, reife Mirabellen und etwas Tabak. Der Wein tänzelt am Gaumen, wirkt harmonisch und in sich ruhend. Keine dicker Wein, keine 76er Auslese mit Druck und Tiefe am Gaumen. Der Wein ist mild und tänzelnd leicht. Aber nicht kurz oder gar austrocknend. Dabei wirkt alles, was ich als typisch für gute gereifte Weine empfinde, wie aus einem Guss.

 

getrunken aus dem Riedel Sommeliers Chiantiglas, 92+ P, austrinken – 2020+

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~ von budisfoodblog - Januar 18, 2017.

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